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Vizedouble statt Pokalsieger

Die fünfte Niederlage im fünften Spiel in Folge gegen Borussia Dortmund. Puh. Es schmerzt. Spiel um Spiel gegen Dortmund zusehen, dass wir wieder und wieder kein passendes Rezept gegen die Taktik von Jürgen Klopp finden. In einem Pokalfinale, bei dem man selbst Vorort ist, schmerzt so ein auftreten des eigenen Teams natürlich noch um einiges mehr.

Letztlich muss man sagen, das 2:5 klingt deutlich. War es mit Sicherheit und durch dieses Ergebnis auch. Aber wenn man hinten öffnet um vorne mehr Druck machen zu können, kann man halt schnell ausgekontert werden. Und da muss man den BVB – leider – loben. Der Konter zum 4:1 war von hinten bis vorne sensationell durchgespielt.

Ernüchtern fand ich, wie wenig Luiz Gustavo für das Spiel getan hat. Mal abgesehen von seinen Patzern zur frühen Führung. Vermutlich hätte ich mit einem handelsüblichen Zirkel seinen Bewegungskreis einzeichnen können. Das tat schon weh, wie der Brasilianer keine vernünftige Anspielstation darstellen wollte. Auweia.

Ähnlich erging es mir mit Philipp Lahm. Vermutlich bei jedem fast jedem Angriff schrie ich “beweg dich doch Lahm”. In der ersten Halbzeit stellte er den Support für Arjen Robben förmlich komplett ein. In der zweiten Halbzeit “wollte” er dann ein wenig. Seine Körpersprache war aber über die gesamten 90 Minuten bedrückend beängstigend für einen Spielführer. Natürlich war Robben auch eher ein Schatten seiner selbst. Ribéry nur minder besser.

Same old Problem des FC Bayern München in den letzten 2 Saisons. Die Einfallslosigkeit bedingt durch die immer wieder aufkehrende Taktik über Robben und Ribéry. Das ist ein Stolperstein in der eigenen Spielphilosophie und der amtierende Meister und Pokalsieger ist in den letzten Jahren halt intelligent geworden und weiß das haargenau auszunutzen. Ich kann aktuell nur meinen Hut von Klopp und dem BVB ziehen. Die drei Titel und die fünf Siege kommen nicht aus der Lotterie geworfen daher.

Interessant zu sehen war gestern dann die Einwechslung von Thomas Müller zur Halbzeit. Damit gab es im Mittelfeld klare Umstrukturierungen. Kroos ging auf die Gustavo Position neben Schweinsteiger. Ribéry-Müller-Robben waren von nun an “flexibler”. Wenn man natürlich bei einem 1:3 Rückstand auf macht, fängt man sich auch schnell mal noch eines. Oder auch zwei.

Wichtig ist hier doch, wie Kalle Rummenigge auch anspricht, die Lehren daraus zu ziehen und in Zukunft zu korrigierenden. Das haben wir vermutlich nach den vier Niederlagen zuvor gegen Dortmund auch gesagt oder behaupten wollen. Getan hat sich bisher nichts und wenn wir unsere Stellung auf nationaler Ebene nicht komplett in den Grund hauen wollen, müssen wir diese Lehren endlich mal ziehen und korrigierenden. Und ja: Ich habe hier extra etwas übertrieben. Zur Verdeutlichung.

In diesem Sinne bleibt nur darauf zu vertrauen, dass am kommenden Samstag nicht das Vizetriple eingesackt wird sondern der Topf mit den Henkeln in München bleibt und nicht auf die Reise mit nach London darf.

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Mittagsschläfchen vor dem Pokalfinale

Die Bundesliga-Saison ist vorbei, die letzten Spieltage waren für uns nur noch Showlaufen. Daher war auch relative Stille im Blog zu spüren.

Die nächsten 2 Wochen heißt es für den FC Bayern München noch einmal zwei große Siege einfahren. An diesem Samstag das Pokalfinale gegen Borussia Dortmund und eine Woche später im “Finale Dahoam” geht es um den Pott mit den großen Henkeln gegen Chelsea FC.

Diese Zeit der ruhigeren Minuten hat man beim FC Bayern dann auch nutzen können. Die Verpflichtung von Dante wurde offiziell gemacht, mit Daniel van Buyten der auslaufende Vertrag verlängert und mit Arjen Robben ist man sich nach langem hin und her auch einige geworden.

Am Samstag heißt es Serienbruch. Wie gegen Borussia Mönchengladbach im Pokal vor wenigen Wochen. In einer Saison verlieren wir nicht dreimal gegen eine Mannschaft. Das möchte ich auch am Samstag sehen und, daran glaube ich sogar, das wird klappen. Zumal auch ich als Glücksbringer im Stadion bin. Habe bis her noch keine Niederlage im Stadion miterlebt und dabei soll es auch bleiben.

Ist noch was? Heute noch nicht. Vielleicht am Donnerstag oder Freitag wird es noch mal eine richtige Vorschau geben. In diesem Sinne: 2 Finalspiele, 2 Siege, 2 Pokale!

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Finale Dahoam!

Als Uli Hoeneß im Herbst 2011 seinen Satz „Da müssen wir dabei sein!“ in das Mikrofon setze, war halb Fußball-Deutschland erbost. Wie konnte der „Macher“ der Bayern nur dieses klare Ziel ausgeben: Im heimischen Stadion beim Finale der UEFA Champions League am 19. Mai 2012 dabei zu sein.

Selbst der Bayern-Fan-Tross war relativ gespalten ob dieser Aussage von unserem Präsidenten. Ich gehöre, wie immer, zu dem Teil, der einen Titel erst dann ad acta legt, wenn er außer Reichweite ist. Ich möchte immer ins Finale kommen. Warum? Weil ich ungerne verliere. Egal wo drin. Ob Gesellschaftsspiele, damals schon in der F- und E-Jugend, bei Gewinnspielen oder wenn es um „meinen Verein“ den FC Bayern geht. Nicht falsch verstehen, aber ich kann auch mit Anstand und Respekt verlieren. Ich tue es nur nicht gerne.

Als vor gut einer Woche das Hinspiel gegen Real Madrid gewonnen wurde, sprach ich hier im Blog vom „kleinen Schritt Richtung Traum“. Der Traum ein Finale im eigenen Stadion bestreiten zu können. Eines dieser großen Finals. Vielleicht sogar das Zweitgrößte nach einem Weltmeisterschaftsfinale und somit vor dem diesjährigen Europameisterschaftsfinale.

Ich erinnere mich noch haargenau an mein erstes Finale mit Beteiligung des FC Bayern. Ich war noch keine 10 Jahre alt. Nächsten Tag wartete die ach so langweilige Schule. Am Tage noch Mittagsschlaf gehalten, damit man länger aufbleiben durfte. Selbstverständlich nur Ausnahmsweise und eigentlich durfte ich auch nicht so wirklich. Sei es drum. Damals konnte ich schon nicht widerstehen, das Finale zugucken. Wir schreiben übrigens das Jahr 1999. Dieses verfluchte Finale mit dieser verfluchten Nachspielzeit. Oder wie man heute sagen würde: Diese verfluchte Fergie-Time. Meine erste große Niederlage als Bayern-Anhänger. Sofern man das in den jungen Jahren bereits sagen darf/kann. Es ist für mich bis heute noch die schmerzlichste Niederlage, weil zu gleich meine erste große Niederlage.

Vielleicht muss ich mich sogar bei Sir Alex und seinem Manchester United bedanken. Vielleicht ist mein Herz dadurch nur größer geworden für diesen FC Bayern. Mit all seinem positiven wie negativen Aspekten, Besonderheiten und Geschichten.

Ein Glück dauerte es nur 2 Jahre später, da holte man sich den Pokal mit den großen Hasenohren. Das Finale 2001 gegen Valencia CF habe ich nicht minderschlecht in Erinnerung. Ich muss zugeben, ich habe sicherlich in den letzten 10, 12 Jahren das Elfmeterschießen mehr als dutzende Male mir angeschaut. Ich werde es vermutlich immer wieder tun.

Wir können diese Geschichte wiederholen. Vor 2 Jahren verloren wir das Finale gegen Internazionale. Jose Mourinho taktierte uns damals aus. Wir haben uns mit dem Einzug ins Finale ein wenig an „The Special One“ gerecht. Jetzt haben wir wieder die Chance, nach einem vor 2 Jahren verlorenen Finale in der UEFA Champions League den Titel erneut zu holen. Keine Angst. Ich werde nicht damit ankommen, dass das für uns spricht. Aber es wäre schon eine bilderbuchhafte Story. Die wir 2012 schreiben können. Und hoffentlich werden wir das auch!

Ich bin immer noch etwas fassungslos, dass wir es wirklich geschafft haben. Das große Ziel vor Augen greifbar gemacht. Auch wenn ich eh immer daran glaube, ist es, wenn es eintritt, nach wie vor was ganz schönes. Dieses Finale. Der Titel wäre natürlich noch eine Schippe schöner. Ich möchte diesen Titel in unseren Trophäenschrank haben.

Herr Hoeneß, Sie dürfen umformulieren! „Da sind wir dabei!“