Eines nach Louis und erste mit Andries

Am Sonntag spielen wir gegen Bayer 04 Leverkusen. Andries Jonker gibt seine Premiere als Cheftrainer unserer Rumpftruppe. Es geht in diesem Spiel am Sonntag um vieles, vielleicht sogar schon um die endgültige Qualifizierung für den Europapokal.

Als erste Amtshandlung hat sich Jonker für eine Rückkehr von Hans-Jörg Butt entschieden. Der Routinier soll es also im Tor richten. Das ist ein Schlag gegen seinen langjährigen Spezi Louis van Gaal. Muss man so sagen. Zeigt aber auch deutlich, was Jonker möchte. Eine Karriere nach dieser Saison hinaus beim FCB. Wie ist das noch gleich mit der zweiten Mannschaft? Abwarten. Eine Ansage ist es aber allemal in meinen Augen von Jonker.

Rumpftruppe ist auf das gesamte Team genannt. Mehr ist es momentan nämlich nicht. Ich weiß noch nicht ob ich es positiv oder negativ finden soll, dass Arjen Robben und Bastian Schweinsteiger fehlen und eventuell sogar auch noch Franck Ribéry. In der Form der letzten Spiele würden mir alle drei nicht wesentlich fehlen. Leider. Klar ist natürlich, dass jetzt definitiv etwas aus „der zweiten Reihe“ kommen muss.

Wichtig wird sein, ob der Rausschmiss von van Gaal etwas bewirkte. Ich halte die Lösung Jonker immer noch für recht fragwürdig. Er ist halt der Kompadre von van Gaal gewesen. Die Abwendung Jonkers gegen seinen „Chef“ stinkt mir gewaltig gegen den Strich. Aber ich will ihm eine Chance geben. Zumal es letztlich egal sein muss, in dieser Phase, wer auf der Bank sitzt. Ob da nun Franz Beckenbauer oder Andries Jonker sitzt.

Die Situation ist angespannt. Tabellenmäßig muss etwas passieren an diesem Wochenende. Während der „kleine HSV“ aus Hannover beim „großen HSV“ aus Hamburg aufschlägt am Samstag, stehen unsere vermutlich noch auf dem Trainingsgrün. Gewinnt Hannover, wird ein Sieg von uns gegen Leverkusen fast unabdingbar sein. Vor allem, schaut man sich das Restprogramm von Hannover an, dann wirkt das morgen wie der letzte Hoffnungsschimmer. Freiburg, Gladbach, Stuttgart und Nürnberg heißen die verbleibenden Gegner. Gegner, die H96 auf punkten, gar gewinnen kann. Vielleicht muss Hannover das sogar, so wie die Roten diese Saison spielen.

Während 96 unser Gegner „virtuell“ ist, spielen wir ja immer noch gegen Leverkusen. Immerhin gegen einen unserer alten Trainer. Ach und nicht zu vergessen, gegen den Trainer, der uns als nächstes trainieren wird. Uff. Wichtig für Leverkusen ist es, Druck auf Dortmund auszuüben, die erst im Anschluss spielen. 5 Punkte Abstand sind einfach sehr wenig, zumal Dortmund in letzter Zeit nicht immer ganz souverän wirkte, meiner Meinung nach.

Ein Sieg muss her, ansonsten können die Pläne und Flugtickets nach Timbuktu schon langsam reserviert werden. Eine unangenehme Geschichte, wenn ich so drüber nachdenke. Hoffen wir das Beste! Ich bin ehrlich, ich will Champions League.

Dennis

Chefsesselakrobat und begeisteter Blogger wie auch Sport- und vor allem Serienfanatiker. Baujahr Mitte 1989.