Arbeitssieg in Franken

Nach dem der 28. Spieltag der Fußball-Bundesliga fulminant mit einem 4:4 zwischen dem amtierenden Meister Borussia Dortmund und VfB Stuttgart losging, wurde vermutlich wieder allen bewusst, dass der Titel erst vergeben ist, wenn es rechnerisch perfekt ist.

Die Dortmunder haben ein Tor für uns aufgestoßen, dass wir wieder aus alleiniger Kraft den Titel holen können. Damit das überhaupt klappt, mussten wir natürlich am Samstag Nachmittag selbst drei Punkte einfahren. In der Rubrik wichtiger “Arbeitssieg” haben wir dieses schlussendlich auch geschafft.

Mir ist bewusst, dass das mit dem Titelgewinn noch lange kein Selbstläufer ist. Vor allem kommen wir mit der gezeigten Leistung vom Samstag in Dortmund nicht sehr weit. Das sollte klar sein.

Letztlich erfreut es mich, dass wir wieder diese Ansätze des “Bayern-Gen” zeigen. Diese Spiele, die auf der Kippe zwischen Niederlage und Sieg stehen, entscheiden. Vermutlich hätten wir vor einigen Wochen den “Patzer” der Dortmunder mit der gestern gezeigten Leistung nicht nutzen können.

Das Spiel gestern hat aber auch gezeigt, dass uns Alternative fehlen um wirklich rotieren zu können. Mit den Wechseln in der Aufstellung zu Marseille, dass Ribéry, Alaba und Luiz Gustavo draußen blieben und damit die zuletzt gut funktionierende linke Achse aus Alaba und Ribéry damit vom Feld war, fehlte was. Danijel Pranjic und Diego Contento konnten selbstverständlich das nicht ersetzen.

Ich kann Jupp Heynckes verstehen, dass er in diesen Wochen rotiert. Irgendwann braucht jeder mal eine Pause, um seine Leistungen abrufen zu können. Die Frage ist nur, ob man mit dem aktuellen Kader wirklich rotieren kann? Nur bedingt. Es fehlt an guten Alternativen.

Wie wäre es also, im Sommer, Herr Nerlinger, dem Kader endlich mal ihre Handschrift zu geben?

Und können Schiedsrichter endlich mal gelbe Karten für Schwalben vergeben? Arjen Robben und Nürnbergs Pekhart hatten gestern die eine oder andere verdient gehabt. (Immer wieder Arjen R.)

Ansonsten Felix Zwayer aber mit einer tadellosen und guten Leistung. Das nicht gegeben Tor war nicht sein Bock. Der Assistent hat auf Abseits entschieden.

1. FC Nürnberg – FC Bayern München 0:1 (0:0)
Tore
: 0:1 #10 Robben (69’)
FC Bayern: #1 Neuer; #26 Contento – #28 Badstuber – #17 Boateng – #21 Lahm ; #39 Kroos (80’ #30 Luiz Gustavo) – #44 Tymoshchuk (55’ #31 Schweinsteiger; #23 Pranjic (57’ #7 Ribéry) – #25 Müller – #10 Robben; #33 Gomez

Dennis

Chefsesselakrobat und begeisteter Blogger wie auch Sport- und vor allem Serienfanatiker. Baujahr Mitte 1989.