Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss

Es dauerte keine 25 Spielsekunden im weiten Rund der Allianz Arena, da netze Mario Gomez bereits zum 1:0 ein. Aus dem “erwartet schweren Spiel” wurde plötzlich von allen ein Spiel wie gegen Hoffenheim, Basel oder Berlin erwartet.

Pustekuchen. Bereits nach wenigen Minuten war eine Abwehrleistung zu sehen, die kein Osterfeuer entzündete. Schrecklich wie einfach es ging, für den FC Augsburg dort für Gefahr zu sorgen. Das dann irgendwann der Ausglich fiel, war folgerichtig. Auch wenn er durch mehrere Fehlern begünstigt wurde.

Das Boateng in der Szene den Ball nicht erwischt und dieser zu Bellinghausen durch geht, ist eines. Wenn Koo dann beim 16 Meterraum so frei steht, das andere Ding. Und das Manuel Neuer nicht “gut” aussieht bei dem Schuss, das dritte Ding. Gegentore fallen in der Regel durch Fehlerketten. In diesem Fall eben auch. Letztlich war es aber auch nur eine Frage der Zeit, bis Augsburg das Tor erzielte. Es hätte schon davor passieren können, aber dort rettete Boateng glänzend vor der Linie.

Nach vorne ging bei uns relativ wenig, weil wir uns mal wieder nicht genügend bewegten im 1. Durchgang. Wir können das auch mal wieder ganz simpel unter Müdigkeit abstempeln. Aber da muss das Team durch. Natürlich fehlt es an einer “sehr guten” zweiten Reihe, das können wir heute für die restliche Saison nicht mehr ändern. Dann muss man halt auch Spiele gewinnen, wie das am Samstag gegen Augsburg, in dem man nur soviel macht, wie nötig.

Wichtig ist, dass wir am Mittwoch mit dem anderen Gesicht, dem guten Gesicht, auftreten. Gegen Dortmund werden wir vermutlich mit einem Motto wie im Artikeltitel nicht sehr weit kommen, außer Dortmund lässt uns gewähren.

Ist euch mal was aufgefallen? Die Stimmen nach dem Spiel waren relativ verhalten im Blick auf das Big-Game am Mittwoch. Bisher ist keine Schlachtungsanzeige aufgegeben. Keine einzige. Außer das man Dortmund ernst nehmen wird, man nach 9 Siegen am Stück selbstverständlich eine breite Brust hat, ist da gar nichts geflossen. Noch nicht. Wobei ich auch nicht glaube, dass da noch viel kommt.

Ergo bleibt zu sagen: Wir sind nicht höher gesprungen als wir mussten und werden am Mittwoch das Big-Game hoffentlich annehmen und für uns entscheiden.

Dennis

Chefsesselakrobat und begeisteter Blogger wie auch Sport- und vor allem Serienfanatiker. Baujahr Mitte 1989.

Kommentare (2)

  1. Hey Dennis, guter Artikel, stimme dir zu. Allerdings würde ich das Agieren von Neuer beim Gegentor nicht mit in die Fehlerkette mitaufnehmen. Er war auf dem Weg ins andere Eck und einen Schuß aus dieser Entfernung zu halten wäre doch eher glücklich.

  2. Aus diesem Grund setze ich das auch in Anführungszeichen. Es wäre halt eine weitere Szene gewesen, in der Neuer seine Ablöse hätte rechtfertigen können. Aber nichts destotrotz ist es letztlich definitiv nicht sein Fehler (und wenn, nur teilweise). Koo darf da nicht so frei stehen. Das ist der Hauptfehler.

Kommentare sind geschlossen.