Vereinskonzept, wo ist es?

Nach der gestrigen 0:2 Niederlage gegen Bayer 04 Leverkusen hat Christian Nerlinger die Mission “Meisertitel” ad acta gelegt.

Derzeit läuft auch alles nicht für uns. Das, was uns mal auszeichnete, zeichnet in dieser Saison vor allem Borussia Dortmund aus. Späte Siege, Siege über die Runden schaukeln und vor allem die wichtigen Spiele gewinnen um die Konkurrenz zu ärgern.

Ich habe gestern nichts vom Spiel gesehen, darüber bin ich letztlich, leider, auch recht froh. Zu mal man das Spiel wohl gewinnen hätte müssen aber am Ende, den kürzeren zog. Aus Idiotie mal wieder.

Die eigenen Chancen nicht reinmachen um dann später auf blöderweise Tore zu kassieren.

Doch wo will dieser Verein, stand heute, eigentlich hin? Man hat vor der Saison klare Ziele ausgegeben und muss davon eines schon so früh revidieren? Das zweite könnte demnächst folgen und ob wir wirklich nicht dreimal gegen Borussia Mönchengladbach verlieren, wage ich heute auch noch zu bezweifeln.

Ich bin eigentlich kein Pessimist, aber was ich derzeit sehe ich, macht mir Angst. Ich erkenne momentan einfach nicht das Konzept, welches es in München braucht.

Momentan schwankt es von Mutig, Jürgen Klinsmannn und Louis van Gaal, zu “ruhigere Fahrwässer” mit Jupp Heynckes.

Doch ist es mit Jupp Heynckes wirklich so ruhig? Nein, nicht weil es nicht so läuft, wie es läuft, sondern von vorneherein. Heynckes ist doch “offiziell” nur eine “langfristige” Übergangslösung für eine Zeit, in der man keinen besseren Trainer fand und nicht mutig agieren wollte.

Blöderweise wirkt es auch danach. Heynckes agiert mit seinen Entscheidungen ziemlich “ängstlich”. Keine Systemänderungen, keine mutigen Wechsel und wenn ein Superstar ein wenig daneben haut, dann kommt auch keine großartige Reaktion von Heynckes.

Heynckes macht all das, was die Vereinsführung möchte. “Ruhigere Fahrwässer”.

Nein, ich will Heynckes gar keine großen Vorwürfe machen. Wenn er gegen den Strom geschwommen wäre, würden wir nur da wieder hingelangen, wo wir nach Klinsmann und van Gaal waren. Das Problem ist doch, dass wir wieder in einen ähnlichen Zustand geraten. Dieses mal durch das genaue Gegenteil.

Aktuell sehe ich nur, wie wir unseren einstigen Vorsprung aufgeben. Und wenn spätestens nach der nächsten Saison Jupp Heynckes in den nächsten Ruhestand geht, stehen wir wieder vor dem Ungewissen.

Im übrigen ist das ganze keine Ausrede für die Spieler, die es nicht schaffen, sich den Arsch wundzuspielen.

Dennis

Chefsesselakrobat und begeisteter Blogger wie auch Sport- und vor allem Serienfanatiker. Baujahr Mitte 1989.