Hamburger Ostereier

Könnt ihr euch vorstellen, dass mir diese Worte hier gerade schwer fallen? Schwer ob des, nach wie vor, nicht ganz realwirkenden, für mich zumindest, Ergebnis gegen den Hamburger SV beim Samstagabendunterhaltungskick. 11 Tore sind beim 9:2 Sieg für uns gefallen. Elf.

Man sieht so was nicht alltäglich. Das letzte Mal als der FC Bayern 9 Tore schoss, war am 13. März 1984 gegen die Kickers aus Offenbach. Damals allerdings ohne Gegentor. Das letzte Mal mit 10 Toren oder mehr des FC Bayern war auch der höchste eigene Sieg, das 11:1 über Borussia Dortmund aus dem November 1971.

Ich habe demnach etwas zu sehen bekommen, was ich bisher als involvierter Fan noch nicht gesehen habe. Mehr als 10 Tore.

Zum anderen fällt es mir schwer, weil ich eigentlich auch etwas kritisieren möchte. Aber nicht weiß, ob es der richtige Zeitpunkt ist. Aber eigentlich ist es genau dieser. Wer gegen diesen Hamburger SV, sorry liebe HSV-Fans, 2 sehr identische Tore kassiert, der muss kritisiert werden.

Wir sind die beste Mannschaft momentan in der Liga, haben eine fabelhafte Offensive die sogar noch nach einer 5:0 Pausenführung hungrig nach mehr ist. Wir wechseln einfach mal zwei „eigentliche“ Stammspieler mit Franck Ribéry und Thomas Müller mitten in der zweiten Halbzeit ein. Doch wir machen uns wunderbare Ergebnisse, das 9:2 ist auch wunderbar, kaputt. Wir hätten am Ostersamstag sicherlich zu Null gewinnen können. Doch bei Eckbällen war man mal wieder zu doof, diese anständig zu verteidigen.

Wie kann das sein? Wie können wir seit min. Mai letzten Jahres auf dieser Schwachstelle Null Fortschritte machen? Wir haben von 13 Gegentoren, meine Fresse das sind wenige, ganze 7 aus Standardsituationen unserer Gegner kassiert. Sieben. Oder: 53 Prozent. Das ist mir zu viel. Mir ist es auch zu viel, weil ich mich nicht daran erinnern kann, dass in den letzten Jahren wir ausgerechnet nach Standardsituationen so extrem anfällig waren. Ich mein, wir haben doch Kopfballstarke Spiele? Wie kann das sein?

Ich will gar nicht damit anfangen, dass am Samstag ein simples Pfosten „decken“ (vermutlich) ausgereicht hätte, um die Gegentore zu vermeiden.

Claudio Pizarro war Samstag bombig. Sehr bombig. Auch ein Arjen Robben hat sich reingehängt. Der Niederländer wollte sich für morgen in die Elf spielen. Ob’s geklappt hat? Schauen wir mal.

Ansonsten? Nichts.

Dennis

Chefsesselakrobat und begeisteter Blogger wie auch Sport- und vor allem Serienfanatiker. Baujahr Mitte 1989.