Keine Niederlage aber auch kein Sieg

Das vielleicht wichtigste Spiel der Hinrunde von uns endete 1:1 Unentschieden. Nach fünf Pflichtspielpleiten in Folge gegen den aktuellen Meister war es eigentlich an der Zeit, endlich wieder gegen Borussia Dortmund zu gewinnen.

In der ersten Halbzeit war es ein taktisch geprägtes Spiel wo beide Seiten nicht viel Räume frei räumten. Vor allem die Dortmunder machten ihre Sache hinten äußerst gut und haben eigentlich nie Räume für uns geöffnet. Das machte sich in Form von Rückpässen zu Manuel Neuer immer wieder bemerkbar.

In der vierten Minute spielte Holger Badstuber einen so schlechten Rückpass, dass Neuer sehr schlecht aussah. Aber: Was wäre passiert, wenn Neuer den Ball nicht zur Seite spitzelt sondern nach vorne drischt? Trifft er damit wohl möglich denn auf ihn stürmenden Dortmunder und von dort aus prallt der Ball ins Tor? Puh. Entscheidet selber, ob das nun ein Fehler gewesen ist oder nicht. Ich bin da zwiegespalten.

Die Schrecksekunde ereignete sich allerdings in der 35. Spielminute. Javi Martinez und Mario Götze sowie Badstuber kämpften um den Ball und Holger Badstuber verletzte sich in dieser Situation schwer. Kreuzbandriss. Damit ist die Saison so gut wie gelaufen. Ich rechne nicht mit einer ernsten Rückkehr von Badstuber in dieser Saison.

Gerade in dieser Phase wurde der BVB offensiv stärker und da kam die Umstellung natürlich nicht gut. Zwar kam Jerome Boateng direkt auf Spieltemperatur, aber man merkte dem Team an, dass das nicht sonderlich gut war.

Aus der anschließenden Pause kamen auch die Borussen etwas besser. Aber von Minute zu Minute schwankte dann das Spiel um und in der 67. Minute gelang es uns die Führung zu erzielen. Toni Kroos ließ erst Subotic und Hummels aussteigen und zog dann butterweich ins lange Eck ab. Führung für uns.

Doch so gut wie Aktion und das Tor von Toni Kroos war, so schlecht verteidigte er 7 Minuten später bei einem Eckball der Borussen. Kroos ließ Götze einfach in seinem Rücken alleine und das man das nicht machen darf, wusste Kroos auch sofort. Zumindest sah es in der Wiederholung so aus, als ob er wüsste, dass das sein Mann und somit seine Schuld war.

Anschließend verhinderte Roman Weidenfeller mit starken Paraden die Führung für uns. Man kann sich hier auch wenig vorwerfen. Man hat es nach dem 1:1 probiert wieder in Führung zu gehen, scheiterte aber an einem blendend aufgelegten Schlussmann des BVB.

Mein Spieler des Spieles: Javi Martinez. Meine Fresse, hat der Bastian Schweinsteiger in den Schatten gestellt. Hat viele Räume für die Dortmunder geschlossen. 21 Zweikämpfe gewonnen, Bestwert. Übrigens danach kommen Franck Ribéry und Mario Mandzukic auf den Plätzen 2 und 3 mit den gewonnen Zweikämpfen. Aber Martinez war schon ziemlich stark. Gute Antizipation von Pässen, klasse Zweikampfvorstellung (wie erwähnt!) und auch immer eine gute Übersicht.

Der Spanier lieferte deutlich sein bestes Spiel in unserem Gewand ab. Hat seine Leistung noch einmal getoppt und gezeigt, warum man ihn haben wollte. Wenn Schweinsteiger am Samstag auch noch in Topform sich gezeigt hätte, wäre das eine traumhafte Doppel-6 gewesen.

Es klingt jetzt natürlich bescheuert, im Blick auf die Tabelle, aber mir gefällt das Unentschieden nicht. Natürlich kann man mal gegen die Zweitbeste Mannschaft sich mit einem Unentschieden begnügen. Aber doch nicht nach 5 Niederlagen am Stück gegen die Borussen aus Dortmund. Und jetzt kommt mir nicht mit dem Supercup an. Das ist so viel Pflichtspiel wie Salat ein Fleischgericht ist. Am Ende ist ein Unentschieden gegen Dortmund aber immer noch besser als ein Nuller.

Am Mittwoch geht es bereits weiter. Revanche gegen BATE Borisov nehmen. Danke.

Dennis

Chefsesselakrobat und begeisteter Blogger wie auch Sport- und vor allem Serienfanatiker. Baujahr Mitte 1989.

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