Siege in Hamburg sind schön

Es gibt Siege, die sind einfach immer schön. So gesehen der an diesem Wochenende in Hamburg. Mit einem fantastischen 3:0 schlugen wir den Hamburger SV in seiner eigenen Arena. Dabei war Hamburg in den letzten Jahren immer ein nicht so gutes Pflaster für uns.

Der letzte Sieg zuvor resultierte aus dem November 2006. Also gute 6 Jahre her. Damals rettete uns Sebastian Deisler, der zur Halbzeit beim Stand von 1:0 für den HSV eingewechselt worden ist und die beiden Treffer von Roy Makaay und Claudio Pizarro vorlegte. Danach gab es in Hamburg maximal nur noch einen Punkt zu holen. Bis Samstag.

Ich habe eine interessante Partie in der Hamburger Arena gesehen. Wir begannen früh mit Pressing. Wir hatten viel Tempo im Spiel, auch wenn Anfangs die Genauigkeit am Sechszehnmeterraum der Hanseaten verloren ging.

Vor allem Franck Ribéry und David Alaba harmoniert sagenhaft gut. Da hat sich schnell gezeigt, wie wichtig Alaba hinter Ribéry ist, während Holger Badstuber dort bisher eher 2 bis 3 Gänge hinten anstellte. Badstuber mag die Position nicht, das merkte man ihm immer und immer wieder an. Alaba ist zwar auch kein gelernter Linksverteidiger, zeigt dort aber deutlich mehr Spielfreude und das hilft auch Ribéry ungemein.

Überhaupt strotze Ribéry gestern vor Spielfreude. Vor allem auch, weil Toni Kroos ihn mit einer ebenso hohen Spielfreude-Skala begleitete. Ein Traum, was die beiden Phasenweise dem Publikum verzaubert haben und die Hamburger oft nur wie Statisten aussehen gelassen hat.

Vor allem hat mich Kroos beeindruckt. Wie er vor dem 1:0 eigentlich schon den guten Konter vergondelt hatte, weil Adler ihn weit rausdrängt und dann die Übersicht behält und die Ruhe. Das war schon sehr groß von Kroos. Genau so genial war übrigens das 2:0 von Thomas Müller. Meine Güte. Wie der Ball aus dem Winkel in das Tor geflogen ist, kann man wahrlich nicht nachmachen.

Die Spiellust war bei allen zu merken. Es zeigte sich vor allem eine Änderung zu letzter Saison. Während man letzte Saison mehr oder weniger darauf angewiesen war, früh ein Tor zu erzielen, ist das diese Saison nicht so. Man kann länger ausharren, ohne dabei gleich sämtliche Spielfreude zu verlieren.

Im 10. Spiel der 9. Sieg. 7 Punkte Vorsprung vor Schalke und Frankfurt. Auf Dortmund sind es glatt 11 Punkte Vorsprung. Lässt sich gut ansehen.

Dennis

Chefsesselakrobat und begeisteter Blogger wie auch Sport- und vor allem Serienfanatiker. Baujahr Mitte 1989.