Finale Dahoam: Außer Tränen keine Spesen

In 8 Tagen wurden 2 Finalspiele abgehalten. Beide gingen verloren. Das eine in Berlin sicherlich verdienter als das andere in München. Macht trotzdem nichts. Am Ende zählt es eh nicht, was verdient und was nicht verdient war.

Der FC Chelsea hat sich gestern im Rahmen seiner Möglichkeiten präsentiert. Nicht ganz so defensiv wie gegen Barça vor einigen Wochen, aber die Taktik war eine ziemlich ähnliche. Ich kann dem FC Chelsea und Roberto Di Matteo gratulieren. Mit diesen “eingeschränkten” Mitteln hat Di Matteo etwas in London geschaffen, was bisher kein anderer konnte.

Vergeigt hat man auch diesen Titel wieder selber. Die zu bietenden Zahlenspiele bestätigen das ganze. 20 Ecken(!), 41 Torschüsse(!). Die Engländer dagegen nur 1 Ecke und 9 Torschüsse. Wir reden hier von einem Finalspiel. Das sind unfassbare Zahlen, die der FC Bayern aufweist. Und was bleibt von diesen Zahlen? Nichts.

Bei 41 Torschüssen und 20 Ecken ist es zu wenig, nur ein Tor zu erzielen. Vor allem, wenn wir hier von einem Finale reden. Vom größten Clubfinale. Ich kann mich nicht wirklich an eine gute Ecke erinnern. Wir wollen ein Spitzenteam sein und schaffen nicht bei 20 Ecken, einige mal gut zu spielen? Ist das so unwichtig bei uns? Das ist wie ein schwarzer Faden der sich seit Saisons durch unser Spiel zieht.

Ich möchte in diesem Post gar nicht mit irgendeiner Taktik-/Trainerdiskussion anfangen. Nur sollte man sich mal hinterfragen, was sich im Vergleich zu Louis van Gaal wirklich verändert hat in unserem Spiel. Abgesehen von dem Wohlfühlfaktor für den einen oder anderen. Ansonsten bleibt es bei großen Schwächen wie z. B. Ideenlosigkeit.

So die richtigen Worte finde ich noch nicht. Geht auch schwer. Um drei Titel mitgespielt, keinen einzigen gewonnen. Triple Vize-Champion. Klingt fürchterlich hart. Ist es auch.

Für heute soll es das gewesen sein. Ich möchte heute nicht mehr dazu sagen. Es wäre definitiv der falsche Augenblick für mich. Daher: Genießt die Vereinsfreie Fußballzeit.

Dennis

Chefsesselakrobat und begeisteter Blogger wie auch Sport- und vor allem Serienfanatiker. Baujahr Mitte 1989.