Schützenfest ohne Südkurven-Egomanen

Ein entspannter UEFA Champions League Abend ereignete sich am gestrigen Mittwochabend. Frühzeitig machte der FC Bayern gegen den OSC Lille klar, was es für die Franzosen zu holen gibt.

Nach 23 Minuten war das Spiel bereits gelaufen. 3:0, zwei direkte Freistöße – auch wenn der von Arjen Robben zum zwischenzeitlichen 3:0 abgefälscht war. 10 Minuten später stand es bereits 5:0 im weiten Rund der Allianz Arena.

Die zweite Halbzeit flachte dann entsprechend ab. Wir wollten nicht mehr. Lille konnte weiterhin nicht. Salomon Kalou brachte aber in der 58. Minute einen sehenswerten Sonntagsschuss im Tor unter. Sympathisch dabei war mir Manuel Neuer, der sich über das Gegentor doch sichtlich ärgerte, auch wenn er da machtlos war.

Toni Kroos machte wenige Minuten später den 6:1 Schlusspunkt. Man hätte noch viele Tore mehr erzielen können. Ist aber auch nur ein Zahlenwert. Die 3 Punkte waren wichtig. So kann das weiter gehen!

Der Aufreger des Spieles ereignete sich derweil viel mehr auf den Rängen. Teile der Südkurve protestierten mal wieder nach einem Fantreffen vorab. Grund hierfür waren die erneut strenger gezogenen Einlasskontrollen für die Blöcke 112/113 in der Südkurve.

Der Verein hat vor dem gestrigen Spiel noch einmal die Einlasskontrollen vor der Süd und vor allem für die Blöcke 112/113 verstärkt. Man möchte mittlerweile das reinschmuggeln von weiteren Leuten unterbinden und das scheint offenbar mit Maßnahmen gemacht zu werden, die bei den „organisierten“ Fans nicht gut ankommen.

Sicherlich wird es hier immer zwei Seiten geben. Die einen finden härtere Kontrollen doof, vor allem wenn man normalerweise in der Südkurve steht und sich dort jetzt nicht mehr reinschmuggeln kann. Die anderen finden die Aktion der Südkurve eher doof.

Ich persönliche gehöre ja eher zu letzterem. Warum? Weil Fans ihren Verein anfeuern sollten. Da wir sowieso so ein gutes Standing genießen bei anderen Fans, wenn es um die Stimmung im Stadion geht, sind solche Aktionen doch nur ein weiterer Beweis, dass das oftmals nicht zu Unrecht ist. Aber nun gut. Von diesem Standing möchte man im Münchner Süden wohl auch nicht weg.

Zumal die Aktion auch eher kaum dem Verein schadet. Schön, es sieht scheiße aus wenn im Stadion ein größerer Bereich frei bleibt. Aber die Eintrittskarten sind trotzdem bezahlt. Darum stört es in der Geschäftsstelle des FC Bayern an der Säbener Str. auch eher nur bedingt. Zumal sich die Vereinigungen doch eher selbst in Fleisch schneiden. Vermutlich wird es so auf lange Sicht keine vernünftige Einigung und Aussprache zwischen Fangruppierungen und Verein kommen.

Schade, dass im Münchner Süden kein Champions League Niveau hat. Darüber hinaus braucht man sich dann auch nicht beschweren, wenn die Spieler nach einer Niederlage nicht in die Kurve der (mitgereisten) Fans gehen.

Dennis

Chefsesselakrobat und begeisteter Blogger wie auch Sport- und vor allem Serienfanatiker. Baujahr Mitte 1989.