Eventfußball als Hohekunst des Elends

“Unchlaublich”. Louis van Gaal hat mit diesem einen Wort nicht nur das gestrige Spiel beschrieben, sondern das Gesamtevent VfB Stuttgart – FC Bayern München in 2 Spielen binnen weniger Tage. Mir fehlen eigentlich immer noch die Worte, das ganze Szenario richtig einzusortieren.

Wenn man in 2 Spielen binnen so kurzer Zeit ein 5:3 und 6:3 erlebt, dann muss das schon eher ein Videospiel gewesen sein, als ein reales Fußballspiel. Ich habe selten solche Spiele gesehen. Redet man von einem 5:3 und 6:3, erwartet man 1 sehr gute Offensive und eine gute Offensive. Ansonsten kommt man eigentlich nicht auf 17 Tore in 180 Minuten Spielzeit. Der VfB Stuttgart und der FC Bayern München protzten aber eher mit ganz schwachen Defensiven. Keiner von den beiden, wollte dem anderen den Titel “schwächte Defensive” überlassen. So hat man halt ein munteres Toreschiessen gesehen. Als neutraler Fan ein Augenschmaus, als Anhänger nichts anderes als purer Schmerz.

Ich bin niemand, der den italienischen Fußball hochlobt, aber da fallen wenigstens nicht so selten dumme Tore, wie in den beiden Spielen alleine. Die Abwehr gehört zu einem Fußballspiel und -mannschaft so dazu, wie Stürmer. Doch weder wir, noch der VfB haben es für nötig gefunden, mit einer Abwehr zuspielen. Traurig, aber wahr.

Glücklich bin ich, dass wir nun Winterpause haben. Noch weitere Spiele von diesem phänomenal unglaublichen Kaliber würde ich erstmal nicht überstehen.

Man könnte sich über soviel auslassen nach diesen Spielen, aber ich will es gar nicht. Das waren Spiele, die ich lieber als neutraler Zuseher geschaut hätte und mich über die dämlichsten Defensivaktionen köstlich amüsiert hätte.

Dennis

Chefsesselakrobat und begeisteter Blogger wie auch Sport- und vor allem Serienfanatiker. Baujahr Mitte 1989.