Mit 9 Veränderungen zum Sieg

Jupp Heynckes machte vor dem Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern bereits den „Move“ des Spieles. 9 Veränderungen im Vergleich zur Niederlage gegen Bayer Leverkusen gab es in der Startelf. Aus dem Lineup gegen die Werkself sind nur noch Jerome Boateng und David Alaba übergeblieben. Letzterer musste allerdings auch auf eine andere Position switchen.

Mein lieber Herr Gesangsverein. Das war ein mutiges Unterfangen von Jupp Heynckes und im ersten Moment fragte ich mich schon, ob so viele Veränderungen wirklich ernsthaft gemeint sind. Aber solange es aufgeht, behält ein Trainer am Ende halt immer Recht. Und gestern behielt Jupp Heynckes mit 4 Toren Abstand Recht gegen die roten Teufel.

Da standen dann tatsächlich 11 Spieler auf dem Feld, die sich beweisen wollten. Das klappte auch immer wieder ganz gut. Dass sich die Gäste die eine oder andere gute Chance erspielten, möchte ich gar nicht verschweigen. Aber es leuchtet wie selbstverständlich ein, dass diese Chancen der roten Teufel entstanden sind, weil wir mit einer uneingespielten Elf auftraten. Daher ist dieses gestrigen Pokalspiel gegen Kaiserslautern auch nicht der allergrößte Indikator.

Nichts desto trotz habe ich viele gute Ansätze gesehen. Arjen Robben hat nach einer Einzelaktion von Rafinha den Brasilianer geherzigt. Ich hoffe, das lag nicht nur an der temporären Kapitänsbinde beim Niederländer. Das ist genau das, was ich haben möchte. Den Niederländer, wie er für das Team da ist und das war er gestern.

Auch das Zusammenspiel zwischen Alaba, Shaqiri, Robben und Pizarro harmonierte blendend. Wie gut vor allem Robben und Pizarro fungierte, sah man an den Toren. Pizarro schoss 2 Tore, legte beide Tore von Robben auf. Robben legte das erste von Pizarro auf. Das ging gut und eigentlich hätte es Pizarro sich verdient, am Samstag im Topspiel gegen den Hamburger SV auflaufen zu dürfen.

Die Auslosung für Runde 3 ist am Sonntag gegen 18 Uhr in der Sportschau.

Ach bevor ich es vergesse. Wir haben ein Tor nach einer Standardsituation gemacht. Shaqiri brachte einen Eckball punktgenau auf den Kopf von Claudio. Drin das Ding. Ich werde nicht mehr!

Dennis

Chefsesselakrobat und begeisteter Blogger wie auch Sport- und vor allem Serienfanatiker. Baujahr Mitte 1989.

Kommentare (3)

  1. Ich habe die Aufregeung vor dem Spiel nicht verstanden. Als der Sky-Mann von einer “verrückten Aufstellung” sprach, war ich kurz davor auszuschalten.
    Solche Spiele bieten doch die Gelegenheit, Bankdrücker aufzubieten. Die meisten, wenn nicht alle Ersatzspieler wären bei anderen Bundesligisten Stammspieler. Also muss so eine Aufstellung auch für einen wenigstens glanzlosen Sieg gegen einen Zweitligisten reichen.
    Heynckes hätte sich nicht für diese ungewöhnliche Aufstellung entschieden, hätte er nur lustloses Ballgeschiebe frustrierter Ersatzspieler erwartet.

    Und auch dieses Spiel bot Aufschlüsse: Offensiv ist Shaqiri eine Waffe, in der Rückwärtsbewegung offenbarte er selbst gegen die Lauterer einige Schwächen.

  2. Pingback: Die Blog- & Presseschau für Freitag, den 02.11.2012 | Fokus Fussball

  3. Niemand streitet ab, dass die Reservisten nicht die Qualität für einen Stammplatz in etlichen anderen Bundesliga-Teams hätte.

    Ich find solch viele Veränderungen eher bedrohlich im Zusammenspiel, in der „Teamchemie“. Also wie das Spiel derer funktioniert, die dort auf dem Feld standen. Und ja: Am Ende hat man das ganz gut gemeistert. Aber da zeigte sich auch, dass da etliche gute Spieler noch auf der Bank lungern. Ein Unterschied zu den letzten Saisons ;-).

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