Hannover 96 – Hertha BSC

Ich war mal wieder im Stadion. Bot sich ja auch an. Kein Spiel des FC Bayern München und schönes Wetter in Hannover. Da konnte man sich kurzfristig doch mal dafür entscheiden, in die AWD-Arena zu fahren.

Gar nicht mal so ein schlechtes Spiel, auf dem Zettel. Also zumindest fand ich es nicht unattraktiv. Was vielleicht daran lag, dass ich vor etlichen Jahren ebenfalls gegen Hertha BSC zum ersten mal im Stadion war. Damals im Weserstadion und einem Spiel vom SV Werder Bremen.

Mal vorne weg. Super Choreo der Gäste aus Berlin. Sah wirklich gut aus. Und aus W1, was quasi gleich drunter war, konnte man sich das auch super anschauen.

Und das Spiel? Ja das war an sich ganz nett anzugucken. In den ersten 45 Minuten gewohntes Hannoversches Spiel. Was allerdings durch den Faktor “Favorit” etwas abgeschwächt wurde. Die 96er sind keine Mannschaft, die dafür geschaffen sind, das Spiel zu machen. Sie brauchen ihre Freiräume und einen Gegner, der eher versucht das Spiel zu machen. Am besten einfach nur mitspielt.

Interessant find ich ja, wie Ron-Robert Zieler integriert ist im System. Er dient als Spieleröffner. Den Großteil seiner Abschläge finden als Wurfvariation statt. Um eben einen schnellen Ballverlust zu vermeiden. Und wenn Zieler dann doch mal lang ausholt, geht der Ball weit in die gegnerische Hälfte rein und zudem oft auf die Außenbahnen.

Die Außenbahnen sind dann auch noch so eine Sache bei Hannover. Der linke Flügel ist mit Schulz und Koka Rausch schon beeindruckend. Und wenn sich dort dann noch Jan Schlaudraff mit einmischt, dann ist das wirklich genial besetzt. Zumindest aus Hannoveraner Sicht. Da ist dann aber auch das erste Problem. Steven Cherundolo und Marcel Schmiedebach oder Lars Stindl harmonieren rechts nicht ganz so prima. Der Rechteflügel ist zu meist unbesetzt, hat man das Gefühl. Weder Schmiedebach noch Stindl blieben auf der Außenbahn. Was natürlich dann auch die Hannoveraner eigentlich einfach macht, zu lesen.

Alles in allem ein ansehnliches Spiel. Mit einem Schiedsrichter, der, naja, auf der Tribüne nicht so beliebt war. Und der Linienrichter, der den vermeintlichen Siegtreffer nicht geben sollte, der wurde von Jan Schlaudraff ja auch nicht so gut gesehen. Kann man nichts machen.

Und damit geben wir wieder zurück, in die Sendezentrale. Wo dann doch wieder das Augenmerk vermehrt auf den FC Bayern liegen soll!

Dennis

Chefsesselakrobat und begeisteter Blogger wie auch Sport- und vor allem Serienfanatiker. Baujahr Mitte 1989.