Serienbeständigkeit auch in Wolfsburg

Diese Saison tut einfach nur gut. Merkt ihr das? Nach den letzten 2 Saisons ist diese Bundesliga-Saison einfach nur ein purer Genuss. Erfolg um Erfolg. Mit einer Selbstverständlichkeit kommen die Siege momentan daher.

Auch wenn das Spiel gegen den VfL Wolfsburg am Freitagabend schwerer, als von mir persönlich, gedacht war. Aber hey. Ich mache mir diese Saison irgendwie keine Sorgen bei solchen Spielen. Ich komme nicht daher und rufe lautstark, dass man doch endlich den Deckel drauf machen soll.

War schon ein sehr schickes Tor, das 1:0 von Mario Mandzukic. Wunderbarer Freistoß von Toni Kroos, der Schweinsteiger fand und dieser legte wunderbar mit seinem Kopf zum Kroaten der das Ding per Fallrückzieher einnetzte. Entzückend. Der wievielte Fallrückzieher war das bereits in dieser Saison von unserer Mannschaft? Javi Martinez machte gegen Hannover 96 ja ein ähnliches Ding rein.

Apropos Martinez. Der war leider verletzt und fehlte. Sein Ersatzmann Luiz Gustavo konnte leider zu keinem Zeitpunkt ins Spiel finden. Keine Ahnung wo Gustavo mit seiner Konzentration und Form war, nach Niedersachsen ist beides nicht mitgereist. Oder sind das noch die Nachwehen seiner Verletzung?

Immerhin wusste Bastian Schweinsteiger umso mehr zu überzeugen. Spielt Schweini neben Martinez eigentlich den eher unauffälligeren Part, so musste er am Freitag beide Rollen ausführen und konnte das in einer sackstarken Art und Weise auf das grüne Geläuf zaubern. Eigentlich unglaublich, diese Entwicklung von Schweinsteiger. Für Dienstag soll Javi aber wieder fit sein und damit könnte es im wichtigen Spiel gegen Arsenal wieder die A*-Achse im defensiven Mittelfeld geben.

Manuel Neuer ist nun seit 519 Minuten ohne Gegentreffer in der Bundesliga. Ich wäre ja für einen neuen Rekord. Hätte er sowie die Abwehr verdient. Überhaupt können wir die vom BVB letztjährig aufgestellten Rekorde rauspulvern. Hach, das wäre doch irgendwie toll.

Nächste Woche bin ich unterwegs. Keine Ahnung inwieweit mir es gelingt, mich zu Arsenal zu äußern und, viel wichtiger, ob ich es überhaupt zu Gesicht bekomme! Am Samstag bin ich dann in der Allianz Arena. Bremen verlieren sehen!

Mau, Mauer, FC Bayern

0:0 gegen den Tabellenletzten ist für jemanden, der Meister werden will, Mitte Mai in der heimischen Arena zumindest ganz nahe am Topf mit den großen Henkeln sein und in Berlin einen Pott gewinnen möchte sehr Mau.

Dazu muss man leider sagen, hat der SC Freiburg richtig gut agiert. Deren Spiel hat mir phasenweise, eigentlich durchweg, gut gefallen.

Ich erinnere mich noch sehr gut an den 12. Spieltag. Heimspiel gegen den amtierenden deutschen Meister. (Das fällt mir echt schwer, also dieses amtierende…). Dortmund hatte genau ein Ziel. Destruktiv zu spielen, mit geschicktem, frühen Pressing und bewusst auf die wenigen Konter aus. Zielführend war das ganze. Die Dortmunder gewannen.

Anders präsentierte sich dagegen der SC Freiburg. Das Pressing war ebenfalls vorhanden, aber man hat nicht auf die Konter gewartet, sondern hat das Spiel gemacht. Zumindest in soweit, es der Tabellenletzte phasenweise konnte.

Es ist grausam anzusehen, dass ein stupides, frühes Pressing reicht, um uns vor große Schwierigkeiten zu stellen.

Na gut. Pressing ist sicherlich kein stupides Mittel.

Im Dreisamstadion badenova-Stadion MAGE SOLAR Stadion war genau das wieder zielführend. Und das böse ist, man konnte vor allem in der ersten Halbzeit immer und immer wieder sehen, wie sich das Mittelfeld als nicht existent erwies. Unsere Abwehrkette konnte den Ball solange halten, wie sie mochte. Es kam schlichtweg keine Unterstützung aus dem Mittelfeld. Deshalb gab es eine Art Kick & Rush, welches natürlich nicht funktionieren sollte.

Es gab eine, ohne Scherz, eine Aktion in der ersten Hälfte, die gut war. Da ging es aber nicht per Kick & Rush, sondern kurz, schnell und leicht riskant/direkt. Eben genau das Spiel, was uns in den Spieltagen 3 bis 7 und 9 ausgemacht hat. (Ja, es gab noch einige einzelne weitere Spiele…).

Während Jupp Heynckes noch in den ersten 45 Minuten auf die Elf ohne Robben vertraute, machte er in der Halbzeit den Magic-Move. Er brachte Robben für Rafinha. Richtig gehört. Rafinha durfte die zweite Halbzeit nicht mitnehmen.

Rafinha wurde aber sicherlich nicht wegen seiner Leistung ausgewechselt. Sondern weil er mit die meisten langen Bälle schlug. Aber es blieb ja auch nichts über. Bauernopfer, weil das Mittelfeld sich gar nicht bis zu wenig anbot.

Die zweite Halbzeit entwickelte sich dann zu einem kleinen Schlagabtausch. In dem beide das Spiel hätten gewinnen und verlieren können. Man muss sich vermutlich mit dem einen Punkt zufriedener geben, als man es sein dürfte.

Und warum tun wir uns dann immer so schwer?

Es fehlt an Bewegung im Mittelfeld bei Pressing des Gegners. Da wird sich nicht angeboten, es erfolgt keine Unterstützung der Viererkette, die den Ball in sich selbst zirkulieren lassen muss. Keine Bewegung bedeutet dann schlichtweg auch, dass man den Gegner signalisiert, er macht es genau richtig.

Zusätzlich fehlt uns die Variabilität. Wir können einfach nicht aus dem 4231 entweichen. Gerade die Einwechslung Robbens für Rafinha zeigte das mal wieder deutlich. Statt variabler zu werden, erfolgte eine Rochade durch das halbe Team. Lahm, Alaba, Kroos und Müller mussten ihre Position wechseln, nur damit das 4231 weiter aufrecht erhalten werden konnte. Auch die spätere Einwechslung von Olic brachte keine neue Variable ins Spiel.

Momentan frustriert es mich, immer wieder zu sehen, wie wir uns selbst ins eigene Fleisch schneiden, durch diese Unbeweglichkeit im Spielsystem.

Ich warte immer noch darauf, dass Jupp Heynckes da gegensteuern kann. Nur wie lange soll ich darauf noch warten? Mir geht irgendwann die Hoffnung auch flöten, dass da was passieren wird.

Aber Don Jupp trägt, wenn überhaupt, nur einen Bruchteil an solchen Ergebnissen bei. Auf dem Feld stehen letztlich immer noch die Spieler in der Pflicht. Nur kommt man dieser Pflicht oft genug nicht nach.

Kampf, Lust, Spaß. Alles nicht zu finden. Nicht mal eine “normale” Arbeitsleistung war über Phasen zu spüren.

Da fällt mir ein, unser Präsident nörgelt lieber über die Schiedsrichter. Statt mal bei den Spielern an etwas zu appellieren. Ach müßig, alles.

Mehr Ruhe und mehr Sitte kann ich für heute nicht ausstrahlen. Muss genügend.

PS: Schiri Gagelmann hat in der Tat mal richtig gut gepfiffen.

SC Freiburg – FC Bayern München 0:0
FC Bayern: #1 Neuer; #21 Lahm – #28 Badstuber – #17 Boateng – #13 Rafinha (45’ #10 Robben); #27 Alaba – #30 Luiz Gustavo; #7 Ribéry – #39 Kroos – #25 Müller; #33 Gomez (73’ #11 Olic)

Topspiel-Ansetzung gegen Freiburg

Die DFL hat uns zum #22 Spieltag eine wunderschöne “Topspiel”-Ansetzung beschert. Es geht gegen den omnipräsent und überaus grandios aufspielenden SC Freiburg.

Huch. Das war jetzt hoffentlich nicht zu viel Schwarzmalerei für den Gegner.

Immer wenn ich an Freiburg denke, muss ich zwangsläufig an das einzige Spiel im DFB Pokal denken. Das Viertelfinale in der Saison 2004/05 war ein voller Erfolg – für uns. Im weiten Rund des Dreisamtstadion schossen wir den Sportclub mit 7:0 ab. Claudio Pizarro traf damals gleich vierfach.

Ganz aktuell aus der Hinrunde ist übrigens das 7:0 weiterhin präsent. Wie es der Teufel so will, traf auch unser derzeitiger Stürmer, Mario Gomez, viermal. Dabei waren die Tore 2, 3 und 4 sogar ein “lupenreiner Hattrick”.

Von den bisherigen 12 Auswärtsspielen haben wir übrigens 3 verloren und “nur” 7 gewonnen. Allerdings resultieren die drei Niederlagen aus den ersten drei Jahren des Sportclubs im Oberhaus. Zweimal 1994 (Saison 1993/94 und 1994/95) sowie 1995/96.

Soviel Topspiel wie in der Partie steckt, soviel Topspiel war vermutlich auch in diesem Artikel. Nada, vermutlich. Macht nichts, hoffentlich.

Noch kurz mein Tipp: 0:5. Also für uns, so wegen Auswärtsspiel und so.