Grandios gespielt und 2 Punkte verloren

Wie kann man sich für diesen wahnsinnig hübschen und genialen Fußball eigentlich nicht belohnen? Ein Punkt gegen Bayer Leverkusen fühlt sich nach den 90 Minuten einfach zu wenig an.

#1 Neuer
#13 Rafinha – #17 Boateng – #4 Dante – #27 Alaba
#21 Lahm
#11 Shaqiri – #39 Kroos – #31 Schweinsteiger – #7 Ribéry
#25 Müller

Mit einer Veränderung gingen wir in die Partie gegen die Werkself. Shaqiri rückte für den leicht kränklichen Robben in die Partie. Der Niederländer wurde aber später noch eingewechselt. Alles weitere blieb, im Vergleich zum Spiel gegen Manchester City, unverändert.

Von Beginn an dominierten wir das Spiel gegen Bayer Leverkusen. Die Werkself zeigte sich ziemlich ängstlich, brachte nichts zustande und lies Räume für uns offen die wir nicht nutzen wollten. Zumindest nicht zählbar.

Bei 70% Ballbesitz, 27:5 Torschüssen, 14:2 Ecken und 602:107 angekommenen Pässen muss mehr dabei rauskommen. Bei nur 80 Fehlpässen bedeutet das eine Quote von 88% erfolgreicher Pässe. Im Vergleich: Leverkusen hat ganze 60 Fehlpässe gespielt zu den 107 angekommen und damit 62% aller Pässe an uns zurück verteilt.

Nach diesem Spiel darf man enttäuscht sein ob des Ergebnisses. Das war schlicht zu wenig. Trotzdem ist die Welt nicht so schlecht, wie sie teilweise gemacht wird. Vor allem in diesem Web2.0. Gefühlt herrschte bei einigen Weltuntergangsstimmung. Ich hatte phasenweise das Gefühl, wir hätten den Meistertitel verloren.

Die Spielweise ist genial und ich möchte das immer so sehen. Den Gegner unser Spiel aufzwingen, das mag ich. Natürlich sind mir auch Siege recht, wo wir klar unterlegen sind und der Gegner gewinnen müsste. Doch für Weltuntergangsstimmung ist es zu früh in München.

Was haben wir den am Samstag verloren? 2 Punkte. Schön. Was noch? Nichts oder? Außer vielleicht das wir die Verfolger nicht ein wenig abgehängt haben. Wenn das überhaupt mit 3 bzw. 4 Punkten Vorsprung möglich wäre. Im Vergleich zur Vorsaison haben wir einfach nur 4 Punkte nach 8 Spieltagen verloren. Von den 4 verlorenen Punkten können wir nach der Länderspielpause übrigens satte 3 Punkte aufholen. Letzte Saison verloren wir am 9. Spieltag gegen Leverkusen.

Also immer locker bleiben. War kein Beinbruch, wird kein Beinbruch sein. Weiter geht es erst am 19. Oktober mit dem Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05.

Rekordauftakt

Vor zwei Wochen stellten wir unsere eigene Auftaktsieges-Serie ein. 7 Siege in 7 Spielen gab es nach unserem eigenen Rekord 1995/96 zwei weitere Male. Bis vor zwei Wochen als wir unseren eigenen Rekord nochmals einstellten. Seit Samstag ist es wieder unsere und nur unsere Serie.

Der 8. Sieg in Folge zu Start einer Bundesliga-Saison gelang uns am Samstag gegen Fortuna Düsseldorf. Mit einem deutlichen 5:0-Auswärtserfolg stellten wir dabei diesen neuen Rekord auf, der vorläufig nur per Bleistift in sämtliche Geschichtsbücher eingetragen wird, ehe uns irgendwann demnächst jemand ärgern wird und die Autoren dann den Füllfederhalter verwenden dürfen.

8 Spiele, 8 Siege, 24:0 Punkte, 26:2 Tore. Das sind unglaubliche Zahlen. Und diese Zahlen kommen nicht von ungefähr. Sie zeigen uns in einer unfassbaren Qualität, die wir, ganz gewiss, noch weiter bestätigen müssen. Die Niederlage gegen BATE Borisov zeigte, dass wir noch nicht ganz beim Maximum sind.

Momentan finde ich es immer wieder berauschend, wie gut wir in die Spiele kommen und wie wir das versuchen nicht nur bis zum 1:0 zu schaffen. Auch darüber hinaus spielen wir in der Regel weiter nach vorne. Ein Unterschied zu letzter Saison der deutlicher eigentlich nicht sein kann. Hat man noch in der letzten Saison irgendwann den Kopf hängen lassen, wenn das Tor nicht früh fallen wollte, sieht es momentan anders aus. Wir können es dieses Jahr auch wieder mit Geduld und kurz vor dem Ende des Spieles, wie es uns das Spiel gegen Werder Bremen zeigte.

Auch am Samstag zeigten wir nicht immer das Maximum. In der zweiten Hälfte hatten wir nicht immer die klare Kontrolle. Plötzlich konnte Fortuna doch mal den einen oder anderen Angriff setzen. Letztlich mag das nichts ausmachen, wenn wir die Konzentration im Spiel nach vorne behalten und dort mit Spielwitz, -intelligenz und Zielstrebigkeit weiter agieren.

Momentan können wir uns nur selber schlagen. Und das hoffentlich nicht am Dienstag beim Gastspiel in Lille in der UEFA Champions League.