Viertelfinale oder alle weiteren Runden ohne Ribéry

Das wir am gestrigen Dienstagabend gegen den FC Augsburg gewonnen haben, war eine Pflichtaufgabe. Das wir dabei jedoch Franck Ribéry vermutlich für die restlichen Spiele im Wettbewerb verloren haben, war dann doch eigenes Verschulden des Franzosen.

Welcher Schnaps wurde eigentlich in der Halbzeit verabreicht? Ribéry ging ziemlich heißspornig und beinahe schon sehr aggressiv in einen Zweikampf, wenn man es so nennen möchte, gegen Ja-Cheol Koo. Das Foulspiel des Franzosen an den Südkoreaner war schon ziemlich an der Grenze. Das Koo dann einen Tritt in die Genitalien andeutet – ich formuliere das mal so zurückhaltend – ist eines. Das er Ribéry durchs Gesicht wischt, eine weitere Geschichte. Aber das Ribéry dann unüberlegt zurück wischt, wiederum eine ganz andere.

Natürlich hätten nach strenger (und „richtigerer“) Regelauslegung beide des Feldes verwiesen werden müssen. Denn das was Koo machte, war auch nicht astrein. Sei es drum. Ändern können wir das hier und jetzt eh nicht mehr und das sollte auch beispielsweise unser Kalle verstehen. Ziemlich unnötige Kommentare von Kalle in Richtung Schiedsrichter Kinhöfer.

Zurück zu unserem Franzosen. Ich kann mir bei solchen Sachen nie klar machen, weshalb bei ihm die Zündschnur so dermaßen kurz ist, dass er immer mal wieder solche Blackouts hat.

Der Franzose muss, wenn es ganz blöd läuft, die nächsten 3 Pokalspiele pausieren. Das würde auch ein mögliches Finale betreffen. Sein Glück könnte sein, dass er in der Vorsaison in der Bundesliga am 17. Spieltag gegen den 1. FC Köln nur gelb-rot nach einem Kopfstoß gegen Sereno bekam. Somit kann das Sportgericht des DFB in der Tat nur eine Sperre von 2 Spielen für akzeptabel aussprechen. Kann. Muss noch lange nicht.

Kleiner Statistikhupferl nebenbei: Ribéry flog bisher viermal vom Feld bei uns. Drei Spiele gewannen wir davon. Nur bei seinem ersten Platzverweis (gelb-rot) gegen Schalke in der Saison 2008/09 verloren wir.

Jetzt ist Winterpause. Für uns gibt es noch zwei „wichtige“ Termine. Heute Abend die Auslosung für das Viertelfinale. Morgen dann die Auslosung für das Achtelfinale der UEFA Champions League. Alles andere ist dann heute erst mal Geschichte.

Falls ich zu den Auslosungen am Freitag oder Wochenende nichts mehr schreiben sollte schon mal vor ab: Fröhliche Weihnachten!

Auswärtshinrunde mehr als erfolgreich

 

Mit dem Erfolg vom Samstag beim FC Augsburg haben wir nun 22 von 24 möglichen Punkten auf fremden Plätzen eingetütet. 8 Auswärtsspiele, 7 Siege und 1 Unentschieden. Eine unfassbare Bilanz zum Abschluss dieser Hinrunde.

Überhaupt ist die Hinrunde bislang sehr erfolgreich verlaufen. Deshalb freue ich mich auch schon auf Freitag, Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach. Ich werde die Mannschaft gebührend in die Winterpause verabschieden. Natürlich mit der Grundvoraussetzung, dass die Tage darauf noch das Pokalspiel beim FC Augsburg gewonnen wird.

Donnerstagvormittag geht es mit dem ICE nach München. Am Samstag geht es leider aber schon wieder zurück.

Zurück zu Samstag. Alles in allem war das ein Sieg aus der Abteilung: Wenig anbrennen lassen, aber genau so wenig Leistung bringen. Am Ende muss man halt auch solche Spiele nach Hause bringen.

Der Sieg wurde aber auch noch weiter belohnt. Leverkusen verlor am Wochenende bei Hannover. Dortmund verlor gegen Wolfsburg. Das heißt für uns: 11 Punkte vor dem 2. aus Leverkusen. 14 Punkte Vorsprung auf die 3. und 4. aus Dortmund und Frankfurt.

So kann das von mir aus gerne Woche für Woche, Spiel für Spiel laufen.

Und sonst so? Mir fällt heute nicht eins.

Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss

Es dauerte keine 25 Spielsekunden im weiten Rund der Allianz Arena, da netze Mario Gomez bereits zum 1:0 ein. Aus dem “erwartet schweren Spiel” wurde plötzlich von allen ein Spiel wie gegen Hoffenheim, Basel oder Berlin erwartet.

Pustekuchen. Bereits nach wenigen Minuten war eine Abwehrleistung zu sehen, die kein Osterfeuer entzündete. Schrecklich wie einfach es ging, für den FC Augsburg dort für Gefahr zu sorgen. Das dann irgendwann der Ausglich fiel, war folgerichtig. Auch wenn er durch mehrere Fehlern begünstigt wurde.

Das Boateng in der Szene den Ball nicht erwischt und dieser zu Bellinghausen durch geht, ist eines. Wenn Koo dann beim 16 Meterraum so frei steht, das andere Ding. Und das Manuel Neuer nicht “gut” aussieht bei dem Schuss, das dritte Ding. Gegentore fallen in der Regel durch Fehlerketten. In diesem Fall eben auch. Letztlich war es aber auch nur eine Frage der Zeit, bis Augsburg das Tor erzielte. Es hätte schon davor passieren können, aber dort rettete Boateng glänzend vor der Linie.

Nach vorne ging bei uns relativ wenig, weil wir uns mal wieder nicht genügend bewegten im 1. Durchgang. Wir können das auch mal wieder ganz simpel unter Müdigkeit abstempeln. Aber da muss das Team durch. Natürlich fehlt es an einer “sehr guten” zweiten Reihe, das können wir heute für die restliche Saison nicht mehr ändern. Dann muss man halt auch Spiele gewinnen, wie das am Samstag gegen Augsburg, in dem man nur soviel macht, wie nötig.

Wichtig ist, dass wir am Mittwoch mit dem anderen Gesicht, dem guten Gesicht, auftreten. Gegen Dortmund werden wir vermutlich mit einem Motto wie im Artikeltitel nicht sehr weit kommen, außer Dortmund lässt uns gewähren.

Ist euch mal was aufgefallen? Die Stimmen nach dem Spiel waren relativ verhalten im Blick auf das Big-Game am Mittwoch. Bisher ist keine Schlachtungsanzeige aufgegeben. Keine einzige. Außer das man Dortmund ernst nehmen wird, man nach 9 Siegen am Stück selbstverständlich eine breite Brust hat, ist da gar nichts geflossen. Noch nicht. Wobei ich auch nicht glaube, dass da noch viel kommt.

Ergo bleibt zu sagen: Wir sind nicht höher gesprungen als wir mussten und werden am Mittwoch das Big-Game hoffentlich annehmen und für uns entscheiden.