Kneipenwissen: Ungeschlagen in Serie

In dieser kleinen Kategorie möchte ich regelmäßig-unregelmäßig mit einigen netten Zahlenspielen oder Fakten daher kommen.

Am Wochenende haben wir gegen Eintracht Frankfurt die Chance einen Vereinsrekord aus den Saisons 1987/88 bis 1988/89 einzustellen. Damals waren wir vom 31. Spieltag bis zum 23. Spieltag ungeschlagen. Die Serie endete damals beim Gastspiel auf dem Bökelberg in Mönchengladbach. Die Elf von Wolf Werner gewann mit 2:1.

Den aktuellen Bundesligarekord hält der Hamburger SV. Aufgrund mehrerer Nachholspiele in der Saison 1981/82 schaffte es der HSV vom 20. Spieltag (plus Nachholspiele vom 16., 17., sowie 19. Spieltag) auf insgesamt 36 Spiele ohne Niederlage am Stück. Erst am 19. Spieltag der Saison 1982/83 musste Hamburg wieder eine Niederlage einstecken. Ausgerechnet gegen den Rivalen von Werder Bremen.

Trainingskick gegen Bremen

Hallo ihr. Ich bin wieder in der heimischen Provinz, zurück vom großartigen 6:1-Erfolg meiner Bayern über den SV Werder Bremen. Kann man sich eigentlich mehr wünschen, als so ein Ergebnis, wenn man aus dem hohen Norden in den Süden kommt? Außer die Kälte war das ein Fest. Die Tore erwärmten einen glücklicherweise.

Einzig wünschenswert wäre eine Sitzheizung in der Arena gewesen. Wobei. Javier Martinez im Stadion beobachten zu können, ist schon toll. Die Szene wo er den Ball zwei, dreimal im Liegen behauptet, ist da nur eines von vielen sehr genialen Beispielen, die Javi immer wieder ablieferte. Ist schon sehr faszinierend, wie sich der Spanier im Mittelfeld aufgestellt hat und dort fast alles abgeräumt.

Was hat Dante beim Gegentreffer eigentlich gewollt? Ich würde ihn ja kritisieren, aber, das ist mir nicht möglich. Bisher spielte unser Innenverteidiger-Neuling ja so was von stark und souverän, dass ich ihm das Ding verzeihen kann. Und überhaupt: Wie kann De Bruyne da hinten so frei den Ball bekommen? Also wenn, dann müsste man das auch hinterfragen. Aber hey. Schönheitsfehler. Muss nur bedingt stören, aber eigentlich gar nicht. Natürlich wäre ein zu Null schöner gewesen.

Ansonsten bin ich ziemlich geplättet nach diesem Wochenende in München. Dortmund hat am heutigen Sonntag noch zwei Punkte gelassen und damit haben wir mittlerweile 17 Punkte Vorsprung. Am Mittwoch heißt es dann im DFB Pokal gegen die Dortmunder zu bestehen.

#6: Mit Ruhe zum Sieg

Der Nord-Süd-Gipfel gegen den SV Werder Bremen ist immer so ein Spiel, auf das ich mich persönlich sehr freue. Seit letzter Saison haben dann auch die Giftpfeile aus München in Richtung Bremen und umgekehrt nachgelassen bzw. sind sogar ganz verschwunden. Vor ab keine heißen Gefechte in den Medien mehr. Man konzentriert sich nun komplett auf das Spiel selber und lässt es, den Gegner schlecht zu machen.

Der 2:0-Erfolg über die Werderaner in deren Weserstadion war keineswegs einfach. Dafür mussten wir schon einiges tun, weil die Bremer vor allem in den ersten 45, 60 Minuten ungeheuer viel Disziplin hinten hatten und alles versuchten. Anders als beispielsweise der FC Schalke 04 oder der VfL Wolfsburg in den letzten beiden Spielen. Die opferten sich recht früh und ließen das Unheil auf sich zukommen. Bremen nicht, die wollten.

Am Ende siegte jedoch die stärkere Bank. Claudio Pizarro spielte von Beginn an für Mario Mandzukic, Thomas Müller rückte für Arjen Robben (muskuläre Probleme) in die Startelf. Ebenso spielte Luiz Gustavo für Javier Martínez. Auch Xherdan Shaqiri durfte sich den Beginn erst mal wieder von der Bank anschauen, für ihn kam Toni Kroos in die erste Elf.

Meine Fresse. Solche personellen Änderungen von Spiel zu Spiel hätte ich mir letzte Saison bereits gewünscht.

Unser Vorteil gestern war, dass wir von der Bank mit Shaqiri und Mandzukic aufwarten konnten. Beide kamen nach knapp einer Stunde in die Partie (für Kroos und Pizarro). Das waren die entscheidende Wechsel im Spiel. In der 81. Minute sollte zwar erst noch Luiz Gustavo den Ball gefühlvoll ins Spiel buxieren, keine 120 Sekunden später konterten wir nach einer Bremer-Ecke gnadenlos eiskalt. Shaqiri bereitete das bereits 6. Tor von Mandzukic mit einer passgenauen Flanke vor. Die Messe war gelesen.

Im Vergleich zu Dienstag war unser Spiel leistungstechnisch natürlich anders. Bremen hat es uns definitiv schwerer gemacht als die Wölfe unter der Woche. Dazu haben wir zu viele kleine Fehler begangen. Sportdirektor Matthias Sammer war nach dem Spiel nicht umsonst leicht angesäuert. Auch er hat ein Spiel gesehen, dass nicht immer optimal war. Darüber hinaus weiß er aber auch, dass es von Qualität zeugt, Spiele zum Ende hin dann doch zu entscheiden.

Alles in allem stimmt es aber. 6 Siege aus 6 Bundesliga-Spielen. Dazu der Sieg im Supercup, in der 1. DFB Pokalrunde und im 1. Spiel der Gruppenphase in der UEFA Champions League. 9 Siege aus 9 Spielen. Da ist es natürlich klagen auf hohem Niveau von Sammer (und auch Heynckes war nicht ganz zufrieden). Aber: Besser früher als zu spät!

Am Dienstag spielen wir bereits wieder. Dieses mal in der UEFA Champions League gegen BATE Borisov. Und auch in Weißrussland.