#17: VfB Stuttgart – FC Bayern München 1:2

Mit einem wunderschönen Tor von Thiago Alcantara endete am gestrigen Abend das Nachholspiel zwischen VfB Stuttgart und uns. Der Siegtreffer zum 2:1 in letzter Minute war ein wunderbarer Seitfallzieher des Spaniers.

Der Sieg und der Treffer von Thiago trösten ein wenig über das eher schlechte Spiel, vor allem in der ersten Stunde, hinweg. Thomas Schneider bot bei seinem Team zwei Viererketten auf und stellte uns damit tatsächlich vor Problemen. Die zwei Viererketten sorgten dafür, dass unser Kurzpassspiel keine Türen fand um gezielte Angriffe zu bringen. Das Prinzip mit der „Falschen 9“ ging gar nicht auf.

Mario Götze und Thomas Müller wechselten sich in der Zentrale ab. Götze stand eher zu Beginn im Zentrum, später war es Müller. Doch beide konnten gegen die beiden Innenverteidiger der Stuttgarter keine Akzente setzen. Dazu kam noch, dass unser Passspiel ebenfalls nicht funktionierte. Da wir wieder ohne Mandzukic agierten, waren wir auf dem Spielfeld auch relativ klein aufgestellt und in der Offensive eher Kopfballschwach aufgestellt. Die beiden Viererketten standen sehr gut, sehr eng und gaben kaum offene Räume zum Kombinieren frei.

Hinzu kam unsere sehr unsichere Defensive. Rafinha hatte ganz arge Probleme gegen Timo Werner. Werner war es auch, der in der 29. Minute an Rafinha vorbei ging und einen Doppelpass zwischen Ibisevic und Abdellaoue einfädelte. Der bosnische Nationalstürmer schob den Ball vorbei an Neuer ins Tor. Im Grunde ein irreguläres Tor, da Abdellaoue im Abseits stand.

Allerdings auch ein wenig ausgleichende Gerechtigkeit. Nach 12 Minuten bekam Rafinha den Ball im eigenen Strafraum an die Hand, zwar aus kurzer Distanz aber bei dieser Armhaltung heißt es neudeutsch „Vergrößerung der Körperfläche“ und wird in der Regel mit einem Pfiff bestraft. Nun denn, wir hatten in der Szene Glück, in der darauf folgenden nicht.

Unser Spiel wurde erst mit einem Doppelwechsel in der 60. Minute besser. Pep Guardiola brachte gleich zwei Stürmer mit Mario Mandzukic und Claudio Pizarro. Götze und Müller gingen dann komplett auf die Flügel, in der Mitte arbeiteten weiterhin Thiago und Lahm. Plötzlich waren wir viel besser im Spiel. Konnten uns einige große Chancen erarbeiten und folgerichtig auch das 1:1 in der 76. Spielminute. Thiago mit einer Freistoßflanke auf den freistehenden Pizarro. Kein Problem für den Edelreservist.

Mit den Einwechslungen der Stürmer klappte es, den VfB besser unter Druck zu setzen. Auch unser Gegenpressing klappte deutlich besser. Darüber hinaus kam der unbedingte Wille des Teams, am Ende mit 3 Punkten nach München zurück zu fahren. Da wurde die letzten 15 Minuten der VfB ordentlich am eigenen Strafraum gehalten. Der Siegtreffer war am Ende, so Leid es mir für den VfB gestern Abend tat, verdient.

Für uns geht es erst am Sonntag weiter, wenn wir auf die Eintracht aus Frankfurt in München treffen. Vielleicht dann auch mit Robben und Ribéry.

Vorschau: Spieltag #4 und der SC Freiburg

Heute Abend geht es schon weiter. Der nächste Spieltag der Fußball Bundesliga, allerdings nur für uns. Aufgrund des UEFA Supercups am Freitag wurde unsere Partie auf morgen Abend oder, besser, Vorabend terminiert.

Thiago Alcantara wird uns ca.7 Wochen wegen eines Syndesmosesbandriss fehlen. Bereits am Sonntag wurde der Spanier erfolgreich operiert. Der Ausfall ist nur bedingt schmerzlich, da mit dem morgigen Spiel gegen den Sportclub Freiburg eine längere Pause wegen der Nationalmannschaften ansteht. Erst Mitte September ist dann wieder Bundesliga, gegen Hannover 96. Ich werde gegen Hannover übrigens in München sein.

Ebenfalls weiterhin nicht dabei sein wird Thiagos Landsmann Javi Martinez. Momentan plagen Martinez noch Adduktorenprobleme.

Die Statistik gegen den SC Freiburg ist hübsch. 28 Bundesligapartien spielten wir bis dato, gerade einmal 3 Siege konnten die Freiburger für sich verbuchen. Dazu schlagen sich minimale 5 Remis.

In den 28 Spielen sind insgesamt 82 Tore gefallen, was im Schnitt 2,92 Tore pro Partie sind.

Ein Blick auf die alten Resultate verrät, dass die 3 Siege für den Sportclub aus den ersten 3 Heimspielen resultieren. 1993/94 mit einem 3:1, 1994/95 5:1 und 1995/96 mit einem 3:1. Die ersten Jahre der Freiburger in der Bundesliga waren offenbar so was wie Angstjahre für uns, zumindest wenn wir in den Breisgau reisen mussten. Danach hat sich das aber glücklicherweise für uns gelegt und alles hat seinen „normalen“ Gang genommen.

Ihr erwartet wieder einen Tipp von mir? Ich bleib der Serie treu: 3:0 für uns. Auch wenn es ergebnistechnisch bis dato nicht klappte, die Punkte waren bisher immer unsere!

Der neue FC Bayern

Ich habe einige Probleme, einen vernünftigen ersten Satz zu finden. Eine Eröffnung für dieses wunderbare Thema. Der eigentliche Satz, mit dem ich anfangen wollte, der würde vielen nicht gefallen, da er wieder einmal dem „neuen“ Kontrahent gegolten hätte.

Man hat an der Säbener Str. endlich gelernt, nach einer erfolgreichen Saison nicht das Staubkörnchen ansetzen zu lassen. Bevor Borussia Dortmund uns zweimal die Schale abspenstig machte, war nach einer Meistersaison eher die Luft raus und es wurde am Kader nichts verbessert.

Das ist heute anders. Es gibt einen „neuen“ FC Bayern München. Man verstärkt sich jetzt weiter und baut den Kader aus. Die Konkurrenz schläft eben auch nicht, wie man bei Borussia Dortmund sieht. Unsere Verpflichtungen von Mario Götze und Thiago Alcántara sind eine ganz andere Hausnummer als vor Jahren. Ich mag mich ungerne an Transfers der Güteklasse Alexander Baumjohann, Danijel Pranjic oder auch Massimo Oddo erinnern. Mir gefällt diese neue Mentalität an der Säbener Str..

Ich finde es großartig, dass wir eben keine 11 Topspieler mehr haben sondern mehr oder weniger zwei Mannschaften aufbieten können. Das ist diese Gewürzzutat, die in unserem Rezept die letzten Jahre fehlte.

Hoffentlich wird man auch in Zukunft so handeln und nicht nur jetzt einmalig, weil man mal wieder den (oder die) Titel verteidigen möchte.