Die Zukunft heißt: Heynckes

Der FC Bayern München hat sich am Freitag offiziell auf den Nachfolger von Louis van Gaal verständigt. Josef „Jupp“ Heynckes wird demnach am Saisonende zum FC Bayern wechseln und seine 3 Amtszeit antreten.

Bereits von 1987 bis 1991 war Heynckes bei uns als Trainer tätig. Danach durfte der alte Herr sogar Interimstrainer nach Jürgen Klinsmann im Jahre 2009 spielen. Uli Hoeneß bezeichnete den einstigen Trainerrauswurf 1991 mal als eine seiner größten Fehlentscheidung. Oder meinte er sogar, es wäre die größte je gewesen? Ist ja auch egal. Letztendlich ist es Geschichte.

„Wunschkandidat“ war Herr Heynckes nach den Stimmen des Vorstands. Soviel Wunschkandidat wie Klinsmann und Louis van Gaal? Naja, ich will hier niemand auf standardisierte Floskeln festnageln. Bringt doch schließlich eh nichts.

2 Jahre wird Heynckes unseren derzeitigen Hühnerhaufen leiten. Eine durchaus mutige Entscheidung, nicht. Louis van Gaal war schon ein einmaliger Trainer, irgendwie. Natürlich verzichtete van Gaal auf eine stabile Abwehr und das muss von Heynckes auch Tagesordnungspunkt 1 sein, dieses zu verbessern. Verschlimmern kann man unsere Abwehrleistung ja fast gar nicht mehr.

Ich bin ehrlich. Ich halte die Entscheidung pro Heynckes nicht für richtig. Aber die Personalie van Gaal zeigte halt auch deutlich, was man für einen Trainer haben möchte. Jemanden der sich letztendlich den Meinungen des Vorstandes nahtlos fügt. Van Gaal tat das nicht und scheiterte daran. Heynckes wird viel mehr mit dem Vorstand arbeiten, als der Niederländer. Schade eigentlich. Die Sachen des Vorstandes sind halt auch nicht immer richtig.

Persönlich hätte ich mir eher etwas Mutigeres gewünscht. In etwa einen Jürgen Klinsmann. Nun gut, das war aber wohl das Mutige für die nächsten Jahre. Nein. Ich will nicht sagen, dass ich Klinsmann möchte, sondern die Richtung an Mut. Der FC Barcelona hat es doch vorgemacht. An dem wollen wir uns doch letztendlich messen oder wie war das noch? Josep Guardiola. Pep. Das wäre dann beim FC Bayern wohl Mehmet Scholl gewesen.

Heynckes ist wahrlich kein schlechter und er wird wahrlich auch gute Ergebnisse abliefern. Das will ich gar nicht bestreiten. Nur ist das irgendwie auch nur ein Rückfall in alte Muster. Vielleicht sollten wir dauerhaft Verträge mit Heynckes und Ottmar Hitzfeld abschließen. Vielleicht auch noch Udo Lattek. Strategie ist doch das Wort der derzeitigen Wochen.

Ich wünsche Heynckes viel Glück bei uns. Und noch eine angenehme Restzeit in Leverkusen.