Sozial gegen den Strom

Die Rückrunde ist einen Spieltag alt und startet heute den in den zweiten Rückrundenspieltag. Der FC Bayern fing sich vor einer Woche eine Klatsche gegen Borussia Mönchengladbach ein.

Am gestrigen Donnerstag gab es für viele die zweite Niederlage der Rückrunde. Der FC Bayern übte sich in Social Media.

Mit den Worten »Neuverpflichtung«, »Offensivspieler« und »Star« lockte man mit einer kurzen Aussage auf Facebook um 13 Uhr. Die Pressekonferenz finde eine Stunde später, ebenfalls auf Facebook statt. Alleine diese beiden Sachen haben eigentlich dafür gesorgt, dass es sich nicht um einen neuen Spieler handeln könne. Das man dann doch den FC Bayern auf Facebook liken müsse und eine extra App akzeptieren, wäre dann mindestens Punkt 2 gewesen.

Die Vielzahl hat sich vermutlich durch die drei oben genannten Schlagwörter blenden lassen und nicht drüber nach gedacht.

Als Neuverpflichtung wurde dann um 14 Uhr vorgestellt: Der 12. Mann. Oder besser, die 12. Männer. Jeder der die App zugelassen hat, wurde mit einem Foto in ein Video eingebaut. Das dann auf einer »look-a-like-Pressekonferenz« vorgestellt wurde.

Oft wird dem Verein die fehlenden Web2.0 Aktivitäten vorgeworfen. Nun wollte man es mal ändern und soll damit auf die Nase gefallen sein? Tut mir leid. Ich sehe das nicht so. Nicht mal im geringsten. Die Idee ist großartig, die Umsetzung mag etwas holpern gewesen sein. Aber das war es auch schon.

Wir mögen uns auch darüber unterhalten können, ob man die Aktion nicht in den Februar hätte verlegen sollen. Wo das Transferfenster geschlossen ist.

Ich würde mich freuen, wenn der FC Bayern sich durch die Kritik nicht unterkriegen lässt und seine Web2.0 Aktivitäten endlich mal gescheit ausbaut.