Lewandowski kommt im Sommer

Am Sonnabend um 19:21 Uhr verkündete Markus Hörwick über Twitter die Verpflichtung von Robert Lewandowski. Der Transfer wird im Sommer ablösefrei stattfinden. Lewandowski erhält bei uns einen Vertrag bis Sommer 2019.

Vermutlich ist die Verpflichtung von Robert Lewandowski auf einem ähnlichen Spannungsgrad wie die damalige Verpflichtung von Manuel Neuer. Auch der Pole spaltet ein wenig das Fanlager, wobei der Schrei bei Neuer deutlich lauter war.

Aber was spricht gegen Lewandowski? Warum bin auch ich kein großer Fan von Lewandowski? Eigentlich gibt es da nicht viel, was man Lewandowski vorwerfen könnte. Er hat bei Dortmund und bei Posen sich durch sein Transfertheater negativ ins Gespräch gebracht. Gut, und sonst? Eigentlich nichts mehr.

Wir wissen also worauf wir uns einlassen. Zudem können er und seine Berater solch ein Hick-Hack in München nicht so einfach abziehen. In München ist er einer von vielen, hat mit Mario Mandzukic einen Konkurrent auf einem ähnlichen Niveau. Sollte er also Quer schießen, wird er irgendwann nur noch eine Nummer sein und vermutlich zeitnah auch eh die Segel ausfahren dürfen um sich zu verabschieden.

Ansonsten ist Lewandowski einfach nur eine Verstärkung. Genau das was ich immer haben möchte. Auch in den erfolgreichen Zeiten sich ständig nach vorne bringen wollen. Es gab Zeiten, da konnte der FC Bayern das nicht. Oder sagen wir lieber, er wollte es einfach nicht. Uns musste man auf diesen Weg führen, musste uns zeigen, dass man sich halt ständig verstärken muss um die vorgegebenen Ziele zu erreichen. Das scheint in München dank zwei, drei sehr guter Saisons von Borussia Dortmund angekommen zu sein.

Vielleicht ist das auch der Hauptgrund, weshalb ich den Transfer nicht gut finde. Wir stärken uns bei dem Team, das uns dahin gebracht hat, wo wir derzeit sind. Ob uns das gut bekommen wird, wenn wir auf nationaler Ebene uns das Team kleinhalten, das uns riesig gemacht hat?

Wobei. Ob Lewandowski sonst nicht eh gewechselt wäre? Immerhin wollte er den BVB sowieso verlassen. Also ist es für die Bundesliga doch besser, wenn ein Spieler wie Lewandowski in der Liga bleibt anstatt in eine andere Liga geht.

Letztlich ist es eine Zwickmühle. Ich möchte nationale Konkurrenz auf, fast, Augenhöhe. Ist wohl ein Wunsch denken meinerseits. Dann werde ich ab Sommer mit Lewandowski jubeln.

Akte Robert L. ungelöst

Seit geraumer Zeit ist Robert Lewandowski ein Thema in und um München. Ein Transfer des polnischen Nationalstürmers der derzeitig bei Borussia Dortmund unter Vertrag steht, hätte laut einigen Medien, schon zu diesem Sommer passieren sollen.

Dortmund stellte sich quer, hielt Lewandowski. Machte Lewandowski glücklich mit einer Gehaltserhöhung für sein, vermeintlich, letztes Jahr in schwarz-gelb.

Der Name Lewandowski lässt mich immer wieder aufspringen. Natürlich ist das Motto unseres Vereins jede Position doppelt besetz zu haben und das ist im Mittelfeld auch überdeutlich. Im Sturm sind Mandzukic und Pizarro diese beiden in der Doppelbesetzung, nachdem man Mario Gomez schon mehr oder weniger vom Hof gejagt hat. Dazu kommen dann Spieler wie Müller und Götze die ebenfalls in die Sturmspitze gehen könnten. Warum also Lewandowski? Er ist ein klasse Stürmer, selbstredend. Aber ist er in München wirklich von Nöten?

Wahrscheinlich hätte ich bei einem stillen Transfer ohne dieses seit Monate anhaltende Theater gesagt, es sei ein geiler Transfer der uns weiterhilft. Doch wie sich Lewandowski derzeit in Dortmund aufführt ist mir ein graus.

Da erzählt er, wann sein Wechsel bekannt gegeben wird um am nächsten Tag wieder das Gegenteil zu behaupten. Nach seiner Auswechslung im DFB Pokal schien er alles andere als glücklich zu sein. Nicht falsch verstehen, wer eine Auswechslung gut findet gehört für mich nicht auf den Platz. Aber die Art und Weise wie er dann mit Klopp zum Handshake kam, sah unglücklich aus.

Sollte Lewandowski im nächsten Sommer kommen, wird Mandzukic dann vom Hof geschickt?

Gerade jetzt ist doch alles harmonisch in München. Selbst Arjen Robben hat sich damit, zumindest in der Öffentlichkeit, abgefunden nicht immer jedes Spiel zu spielen. Ist ruhiger geworden. Warum also mit Lewandowski ein neues Fass aufmachen? Warum sollte Lewandowski seine neuen Starallüren einfach ablegen nur weil er dann in München ist und von seinem, mittlerweile, ungeliebten Dortmundern weg ist? Am Ende will er dann nach 1-2 Jahren ins Ausland wechseln und beginnt wie in Dortmund? Bitte nicht. Lasst Lewandowski machen was er will, aber nicht in München.

In & Out

Die Transferperiode endet am 31. August, dennoch wollte ich vor dem Bundesliga Auftakt gegen Borussia Mönchengladbach noch kurz unserer Transfers anreißen.

In: Wunsch- und Königstransfers

Thiago Alcántara lautet der absolute Wunschspieler von Pep Guardiola. Bereits beim FC Barcelona war Thiago, wie er genannt wird, der Liebling von Pep. Nach dem Guardiola dann seine Koffer packte und Barça verließ, lief es für Thiago nicht mehr ganz so gut. Unter Vilanova kam Alcántara gerade mal auf 8 Einsätze über 90 Minuten in La Liga, weitere 12x wurde er eingewechselt und 7x wurde er darüber hinaus noch ausgewechselt. In zwei Zahlen ausgedrückt: Auf 27 Einsätze in La Liga errechnet sich somit ein Durchschnitt von nur 52 Spielminuten.

Thiago kann im Mittelfeld eigentlich auf jeder Position eingesetzt werden. Bevorzugt ist Thiago allerdings in der zentralen Position zu finden und das sollte auch unter Pep bei uns seine „Stammposition“ werden, sofern er zum Einsatz kommt.

Der Königstransfer, in Bezug auf den Preis, ist sicherlich Mario Götze. Für knapp 40-Millionen-Euro wechselte Götze von unserem aktuellen Kontrahent Borussia Dortmund zu uns. Wie Thiago ist auch Götze im Mittelfeld beheimatet ist allerdings eher für die Offensive vorgesehen. Ebenfalls kann man Götze als Sturmalternative bringen.

Der größte Faktor bei Götze, den ich beobachten werde, ist wie verletzungsfrei er durch die Saison kommt. Aufgrund eines Muskelfaserrisses musste unsere neue Nummer 19 das Finale in der UEFA Champions League für seinen alten Klub noch sausen lassen. Ich hoffe, dass Mario Götze kein Arjen Robben ist und von den kleinen sowie großen Verletzungen frei bleibt.

Frühzeitig in der vergangenen Saison wurde ein Vertrag mit Jan Kirchhoff für diese Saison fixiert. Der 22-jährige Abwehrspieler kam ablösefrei vom Karnevalsverein aus Mainz. Die vergangene Saison von Kirchhoff war alles andere als eine einfache. Aufgrund von zwei Muskelfaserrissen und einer Oberschenkelzerrung fehlte Kirchhoff insgesamt für gute 13 Spiele in der Bundesliga. Zur Verbreiterung unserer Innenverteidigung ist Kirchhoff aber eine gute Wahl.

Out: Guter Deal & die unendliche Geschichte

Die Outliste ist etwas länger. Zuletzt wurde Emre Can zum Ligarivalen Bayer Leverkusen transferiert. Can bekam bei Leverkusen einen Vierjahresvertrag und im Transfer wurde für uns eine Rückkaufoption eingebaut. Sollte sich Can also entsprechend entwickeln und bei uns ein entsprechender Bedarf bestehen, kann Can natürlich relativ simple zurück kommen.

Allerdings, da möchte ich ehrlich sein, sah ich Can bei uns sowieso nicht. Ich denke dieser Deal tut ihm gut. Er ist durch aus talentiert, aber ich denke nicht dass es gereicht hätte bei uns. Von daher profitieren alle Seiten von diesem Deal.

Bereits vor Ende der letzten Saison war bekannt, dass uns Anatoliy Tymoshchuk verlassen wird. „Timo Beton“, wie Jerome Boateng auf Twitter zum Geburtstag des Ukrainers verriet, ist zurück nach St. Petersburg zu Zenit. Ich bin schon ein wenig traurig. Tymo war mir irgendwie direkt sympathisch und verlor auch nie an Sympathie. Es ist absolut verständlich, dass Tymo kurz vor seine Rente doch noch ein wenig kicken wollte. Das hätte er in München unter normalen Bedingungen nicht wirklich geschafft. Vielleicht sehen wir Tymo eines Tages an der Säbener Str. wieder, immerhin soll seine Familie in München geblieben sein.

Der für mich schmerzhafteste Verkauf ist Mario Gomez. Die Art und Weise wie Gomez in der letzten Saison behandelt wurde, störte auch mich. Generell hatte Gomez einen echt schweren Stand in München. Sei es durch unseren Präsidenten, der ihm beinahe sämtliche Klasse absprach und Gomez den verlorenen Titel „Dahoam“ anrechnet. Oder sei es über weite Teile der Fans, die Gomez immer viel zu kritisch gesehen haben.

Dazu kommt dann ein Lewandowski-Theater das in München eigentlich nie notwendig gewesen ist. Wir hatten doch ein elegant gutes Duo mit Mandzukic und Gomez. Aber was versteh ich schon von Fußball und diesem ganzen Biz.

Mario Gomez ist gewechselt in Richtung Italien, genauer sogar nach Florenz. Ich hoffe er wird dort glücklich. Gut gefallen würde mir, wenn er ungefähr genauso gut ankommt wie Miro Klose bei Lazio.

Des Weiteren ist Nils Petersen aus Bremen nicht zurückgekehrt. Obwohl im letzten Jahr für die Leihe von Petersen zu Werder keine Kaufoption vereinbart worden ist, einigte man sich dennoch auf einen Transfer. Ist wohl das richtige für Petersen.