Aus Fehlern nichts gelernt?

Der Rückrundenauftakt am Freitag war, bekanntlich, nicht optimal. Die 1:3 Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach war schmerzhaft.

Daniel van Buyten durfte die Niederlage auch an seinem Mittelfuß gespürt haben. Nach einem Duell mit Marko Reus verletzte sich der Belgier und fällt mit einem Mittelfußbruch ca. 2 Monate aus. 2 Monate, in denen uns eine Alternative – für Jupp Heynckes vielleicht sogar – ein Stammspieler fehlt.

Einige mögen die Verletzung von van Buyten sogar als notwendiges Übel ansehen, damit Jerome Boateng endlich, wieder, in die Innenverteidigung rücken kann. Auch ich bin dem nicht abgeneigt, auch wenn Verletzung eigentlich nicht solche Sachen auslösen sollten. Überhaupt sollten Verletzung vermieden werden. Aber scheinbar geht es aktuell nicht anders.

Mindestens 2 Monate fehlt uns ein Innenverteidiger. In einem Team von gerade mal 3 Innenverteidigern, ist das ziemlich abgründig. Und offenbar möchte man daran auch nichts ändern. Nichts. So klingt es zumindest bei Christian Nerlinger.

»Wir haben mit Jerome Boateng einen Spieler, der in erster Linie für diese Position verpflichtet worden ist. Außerdem können Luiz Gustavo und Anatoli Timoschtschuk die Position spielen«

- Christian Nerlinger, tätigt ungerne Transfers.

Tymoshchuk und Luiz Gustavo sind Alternativen? Alternativen? So wie letzte Saison? Meine Güte.

Haben wir wirklich nichts gelernt? Es ist eine Sache, einen Innenverteidiger wie Boateng zu verpflichten und dann trotzdem auf die alten Spieler zurück zugreifen. Aber in Situationen wie jetzt, wo wir nur noch 2 Innenverteidiger haben, nicht zu reagieren. Ist dann wiederum eine ganz andere Situation.

Innerlich versuche ich daran zu glauben, dass das Taktik von Nerlinger ist. Taktik um die Preise nicht all zu hoch zu treiben. Oder ähnliches. Hoffentlich. Aber ich glaube kaum daran.

Dennis

Chefsesselakrobat und begeisteter Blogger wie auch Sport- und vor allem Serienfanatiker. Baujahr Mitte 1989.