Schwachpunkte, Zeit und Alternativen

Der Axel Springer Verlag hat auf seinem großen online Portal von der BILD-Zeitung ein Interview mit unserem Sportdirektor Christian Nerlinger veröffentlicht. Darin enthalten sind tatsächlich einige Interessante Aussagen unseren Sportdirektors!

“Ich kann keinen Schwachpunkt entdecken – und wir haben die Planung noch nicht abgeschlossen.”

Nun gut. Das Wort “Schwachpunkte” ist natürlich extrem. Vor allem im eigentlichen Vergleich zur Bundesliga. Bei Borussia Dortmund muss man erst mal beweisen, ob man die letzte Saison überhaupt Ansatzweise als den “neuen BVB” ansehen kann oder ob man nun in etwas fällt, worin sich die Schwarzgelben nicht sehen wollen. Fakt ist aber, wir haben ein Punkt, der Verbesserungswürdig ist. Unsere Innenverteidigung und ich denke, das weiß Herr Nerlinger auch. Und er spricht ja selber davon, dass die Planung noch läuft. Daher sollte er ja definitiv wissen, worum es bei uns geht.

Zum Thema Arturo Vidal und Jerome Boateng gab es von Nerlinger folgendes im Interview mit der BILD:

“Unverändert. Die Aussagen der Verantwortlichen von Manchester City und Leverkusen stehen. Das stimmt, aber nicht zu jedem Preis. Wir sind nicht bereit, Ablösesummen zu zahlen, die jeglicher Realität entbehren. Deshalb schauen wir uns selbstverständlich nach Alternativen um.”

Beide sind also weiterhin ein Thema beim FCB. Gut so. Aber ich hoffe, das Nerlinger das letztlich auch dann so machen wird. Nicht um jeden Preis und vor allem nicht Vidal. Vidal ist auf einer Position beheimatet, auf der kein Handlungsbedarf besteht und in der nächsten Saison kann man Vidal nur fürs Handgeld bekommen. Alternativen zu Boateng nannte Nerlinger leider nicht. Aber das er das selbst erwähnt ist natürlich schon mal ein Pluspunkt für ihn selber. Damit zeigt er, das wir doch ‘ne kleine Schwachstelle haben die ausgemerzt werden muss.

Über eine “Deadline”, bis wann der Kader stehen muss, sagte Nerlinger nur, dass es derzeit keine Gründe gibt um etwas zu überstürzen. Gut. Ist ja auch noch ein guter Monat bis zum ersten Pflichtspiel und sollte ein Boateng kommen, wäre der ja eh vor September nicht einsetzbar. Letztlich darf man dann aber nicht auf Ausreden zurückgreifen, wenn es mit der dann hoffentlich neuen Innenverteidigung nicht sofort klappt. Die Ausrede nach der nicht vorhandenen Einspielzeit ist damit gegessen, Herr Nerlinger.

Dann schauen wir mal, was die nächsten Wochen passieren wird. Angekündigt ist ja etwas, wenn man das Interview zur Grunde legt.

Dennis

Chefsesselakrobat und begeisteter Blogger wie auch Sport- und vor allem Serienfanatiker. Baujahr Mitte 1989.