Wenn ein Sieg in den Hintergrund rückt

Am Samstag spielten wir unser letzten Heimspiel der Hinrunde, es folgen einzig und alleine noch 2 Auswärtsspiele in Stuttgart. Das abschließende Bundesliga-Hinrundenspiel und das Spiel im DFB Pokal. Zwei Spiele, die man gewinnen will, nein sogar gewinnen muss.

Das Spiel gegen den FC St. Pauli ist am Samstag dann direkt nach dem Spiel mehr oder weniger in den Hintergrund gerückt. “Schuld” daran war Bastian Schweinsteiger, der sich das Mikrofon von Stephan Lehmann schnappte und vor dem Publikum seine Vertragsverlängerung bekannt gab. Bis zum Ende der Saison 2015/16 hat Schweinsteiger verlängert. Eine Nachricht, die viele so gar nicht mehr vor der Winterpause erwarteten, mich eingeschlossen.

Schweinsteiger ist damit nach Franck Ribéry und Philipp Lahm der dritte Spieler, der einen längerfristigen Vertrag in der letzten Zeit unterschreibt. Es wird also doch endlich versucht, Leistungsträger länger zubinden und am Ende nicht mit 0 EUR aus der Hand zugehen. Der Verlust von Michael Ballack war für mich damals nur schwer zuverstehen, weil man es verpennt hat, ihn zu binden. Ballack wechselte für umme auf die Insel. Erfreulich wäre es gewesen, wenn man ein wenig Taschengeld mitgenommen hätte. Bei Owen Hargreaves machte man das schon besser und mit Ribéry, Lahm und Schweinsteiger hat man jetzt auch Spieler, die man “immer noch” verkaufen kann, wenn sie sich umentscheiden.

Nichts destro trotz, will ich auch noch ein paar Worte zum Spiel gegen St. Pauli verlieren. Wir haben 3:0 gewonnen, klingt erstmal gut, war anfänglich aber auch nicht so zuerwarten. Pauli hat gut angefangen und hatte wirklich krasse Chancen. Die Paulianer glänzten durch unvermögen vor dem Tor. Wenn eine Top-Mannschaft solche Chancen liegen lässt, heißt es am Ende immer, selber Schuld. Und genau das muss man Pauli aber auch vorhalten. Es wäre mehr drin gewesen, als 0 Punkte. Überraschend stark fand ich Hamit Altintop. Der Türke war fast an jeder Offensivaktion beteiligt und hat mit einem sehenswerten Distanzschuss das 1:0 erzielt.

Ich muss sogar mal Franck Ribéry loben. Also ganz leicht. Es war eines seiner besseren Spiele in der “Neuzeit” nach seiner Verletztung. Er hat gekämpft, Zweikämpfe hinten gewonnen, nach eigenem Ballverlust den Ball wiedergeholt und erneut ein Tor erzielt. Hoffentlich kommt Ribéry jetzt endlich wieder auf die richtige Spur und zeigt Leistungen ohne Ende!

Am Ende steht ein 3:0, souveränes Ergebnis. Profitiert haben wir durch den Foulelfmeter und die rote Karte für Paulis Torhüter Kessler. Ich bin der Meinung, die rote Karte ist vertretbar, weil Kessler überhaupt keine Chance hatte, den Ball “zuspielen”. Mag hart klingen, aber das sah eher wie ein Tackling auf den Mann aus.

Sonntag geht es in Suttgart weiter. 17:30 Uhr ist Anpfiff.

Dennis

Chefsesselakrobat und begeisteter Blogger wie auch Sport- und vor allem Serienfanatiker. Baujahr Mitte 1989.