Sozial gegen den Strom

Die Rückrunde ist einen Spieltag alt und startet heute den in den zweiten Rückrundenspieltag. Der FC Bayern fing sich vor einer Woche eine Klatsche gegen Borussia Mönchengladbach ein.

Am gestrigen Donnerstag gab es für viele die zweite Niederlage der Rückrunde. Der FC Bayern übte sich in Social Media.

Mit den Worten »Neuverpflichtung«, »Offensivspieler« und »Star« lockte man mit einer kurzen Aussage auf Facebook um 13 Uhr. Die Pressekonferenz finde eine Stunde später, ebenfalls auf Facebook statt. Alleine diese beiden Sachen haben eigentlich dafür gesorgt, dass es sich nicht um einen neuen Spieler handeln könne. Das man dann doch den FC Bayern auf Facebook liken müsse und eine extra App akzeptieren, wäre dann mindestens Punkt 2 gewesen.

Die Vielzahl hat sich vermutlich durch die drei oben genannten Schlagwörter blenden lassen und nicht drüber nach gedacht.

Als Neuverpflichtung wurde dann um 14 Uhr vorgestellt: Der 12. Mann. Oder besser, die 12. Männer. Jeder der die App zugelassen hat, wurde mit einem Foto in ein Video eingebaut. Das dann auf einer »look-a-like-Pressekonferenz« vorgestellt wurde.

Oft wird dem Verein die fehlenden Web2.0 Aktivitäten vorgeworfen. Nun wollte man es mal ändern und soll damit auf die Nase gefallen sein? Tut mir leid. Ich sehe das nicht so. Nicht mal im geringsten. Die Idee ist großartig, die Umsetzung mag etwas holpern gewesen sein. Aber das war es auch schon.

Wir mögen uns auch darüber unterhalten können, ob man die Aktion nicht in den Februar hätte verlegen sollen. Wo das Transferfenster geschlossen ist.

Ich würde mich freuen, wenn der FC Bayern sich durch die Kritik nicht unterkriegen lässt und seine Web2.0 Aktivitäten endlich mal gescheit ausbaut.

Dennis

Chefsesselakrobat und begeisteter Blogger wie auch Sport- und vor allem Serienfanatiker. Baujahr Mitte 1989.

Kommentare (2)

  1. Hm, ich finde diese Aktion immer noch lächerlich. Ein Präsident, der nicht müde wird, gegen das Internet zu hetzten, ein Verein, der seinen Spielern verbietet, private Bilder auf FB und Twitter zu veröffentlichen – das ist nicht glaubwürdig.

  2. Die Aktion an sich war nicht schlecht. Es fehlte nur das passende Timing und das ist bei PR Aktionen ja oftmals auch das wichtigste. Das hat man leider, durch das offene Transferfenster, nicht geschafft einzuhalten.

    Natürlich ist die Außendarstellung durch die Aussagen von Hoeneß, die neuen Verbote, das ist alles unwürdig. Und natürlich mag es unklug und unglaubwürdig sein, wenn man eine solche Aktion durchführt.

    Doch: Irgendwas muss sich ja ändern. Und der Präsident ist nur der Präsident nicht, mehr, nicht weniger. Das sollte man irgendwann auch mal »verstehen«.

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